Die Datenschutzbeschwerden in Brandenburg sind im vergangenen Jahr um ein Zehntel hochgeschnellt – vor allem bei der Videoüberwachung. Von den 1599 Fällen hätten sich 431 Beschwerden und Beratungen um Videokameras gedreht, das sei ein Plus von fast 30 Prozent zum Jahr davor, sagte Landesdatenschutzbeauftragte Dagmar Hartge diese Woche bei der Vorstellung des neuen Jahresberichts. Mit dabei war auch ein Angriff auf eine Arztpraxis, Patientendaten kamen abhanden.
Hartges Stelle verhängte im vergangenen Jahr 25 Geldbußen in Höhe von 109.000 Euro. Beim Einsatz künstlicher Intelligenz in der Landesverwaltung und in Schulen zeigt sich die Datenschutzbeauftragte besorgt und fordert eine Rechtsgrundlage.
Rund 8000 Patientinnen und Patienten waren dem Bericht zufolge von einem Hackerangriff auf eine Arztpraxis betroffen. Sämtliche Patientendaten seien verloren gegangen, sagte Thomas Reinke, bei der Datenschutzbeauftragten für den Bereich Technik zuständig. Dabei seien die Daten zwar nicht abgeflossen, aber verschlüsselt worden.
Auch das Backup ging schief: „Die vorhandenen obligatorischen Sicherheitskopien, deren Speichermedien zum Zeitpunkt des Angriffs parallel an dem angegriffenen IT-System angeschlossen waren, wurden von der Ransomware ebenfalls verschlüsselt – alle Daten waren unwiederbringlich verloren“, heißt es von der Behörde. Die Patientenakten mussten neu angelegt werden. Die Datenschützer verwarnten die Arztpraxis.
APOTHEKE ADHOC Debatte