Cannabis-Versand mit Onlinerezept | APOTHEKE ADHOC
Dr. Ansays neue Geschäftsidee

Cannabis-Versand mit Onlinerezept

, Uhr
Berlin -

Der Unternehmer Dr. Can Ansay startet nach der Online-Krankschreibung und Online-Coronatests ins Online-Geschäft mit Cannabis. In Berlin und Hamburg werden zudem „Cannabis Social Clubs“, in denen der Konsum erlaubt sein soll – offiziell als Arzneimittel.

Ansay wandelt mit seinen bisherigen Geschäftsmodellen gerne an der Grenze der Legalität, die Firma hat ihren Hauptsitz inzwischen auf Malta. So hatte das Oberlandesgericht Hamburg das Angebot der Online-Krankschreibung rechtskräftig verboten und die Werbung für Fernbehandlung als unzulässig erklärt. Und wegen der Online Corona-Test wurde rechtskräftig Ordnungsgeld gegen Ansay verhängt.

Jetzt folgt ein Online-Shop für Cannabis, die Blüten werden dort ab 9 Euro pro Gramm angeboten. Wenn der Kunde kein Rezept zum Hochladen hat, kann er dies für 59 Euro gleich mitbestellen, „indem er ohne Arztbesuch einen smarten Fragebogen ausfüllt als Grundlage für den späteren Videochat mit dem Arzt“. Zusätzlich wird ein Treuebonus angeboten.

Der Algorithmus des Fragebogens basiere auf aktuellen Studien zur Suchtprävention, heißt es, die Bestellmenge sei limitiert. Andererseits muss man sich wohl keine großen Sorgen machen, dass man abgelehnt wird: „100% begeistert oder Geld zurück. 99% der User erhalten ihr Cannabis-Rezeptwunsch“, heißt es auf der Website.

Soweit nicht ausdrücklich anders ausgewiesen, haben alle Ärzte ihren Praxissitz im Ausland und sind im Ausland registriert. „Insbesondere die Ärzte Hassan Zuberi, Haresh Kumar und Ahmad Abdullah haben Ihren Praxissitz in Pakistan und sind nur dort registriert“, heißt es in den AGB.

Lieferung durch Versender

Die Cannabisblüten werden von einer Versandapotheke geliefert, welche das ist, erfährt man in den AGB nicht. „Jeder Nutzer kann und soll insbesondere im Fragebogen seine Wunschapotheke frei wählen“, heißt es. Andererseits wird eine Handynummer der „Cannabis-Apotheke“ angegeben.

Zusätzliche zum Online-Vertrieb soll es Clubhäuser in bestehenden Gastronomien geben, „die den Konsum von Cannabis als Arznei ausdrücklich erlauben“. Morgen eröffnet ein Club in Berlin mit einem PR-Event, am Sonntag eine Bar in Hamburg. „Deutschlands erster legaler Cannabis Social Club läutet die Kulturrevolution ein, um Cannabis endlich auch als gesündere Alternative zu Alkohol buchstäblich salonfähig zu machen“, so Ansay.

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