Hilfsorganisationen

AOG: Gesundheitsstationen für Nepal Christoph Süß, 07.06.2015 09:02 Uhr

Berlin - Wochenlang haben die „Apotheker ohne Grenzen“ (AOG) den Erdbebenopfern in Nepal geholfen – jetzt sind sie nach Deutschland zurückgekehrt. Doch die Hilfe soll weiter gehen, denn jetzt beginnt der Wiederaufbau der stark zerstörten Infrastruktur.

Vor einer Woche hat Dorothee Giese die letzten Kartons in Nepal gepackt. Außerdem steckte sie mit der nepalesischen Partnerorganisation von AOG den Rahmen für die weitere Zusammenarbeit ab. Aus Nepal brachte sie eine dicke Erkältung mit. Trotzdem arbeitete Giese in der vergangenen Woche wieder in der Berliner Kurmark-Apotheke – die positiven Eindrücke überwiegen bei ihr: „Der Einsatz war sehr gut vorbereitet“, sagt die Apothekerin.

Zwei Wochen lang half Giese freiwillig in Nepal, opferte dafür Urlaubstage. Anfang Mai hatte eine deutsche Partnerorganisation unweit der Hauptstadt Kathmandu ein Feldlager mit einer Wasseraufbereitungsanlage aufgebaut. Dort arbeiteten die AOG bis vergangenen Sonntag unter anderem mit deutschen Ärzten zusammen. Vor Giese und ihrer Kollegin Barbara Leimkugel hatte schon ein anderes Zweierteam zwei Wochen lang in dem Lager geholfen.

Am 25. April hatte ein schweres Beben in der Nähe von Kathmandu die Erde erschüttert und zahlreiche Gebäude zum Einsturz gebracht; einen Tag später gab es ein schweres Nachbeben. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab es drei Wochen nach dem ersten Beben noch fast 17.000 Verletzte. „Die meisten Fälle waren nicht mehr akut“, sagt Giese. Meist sei es um die Nachbehandlung von Brüchen und um Folgeprobleme wie Infektionen und Schmerzen gegangen. Viele Menschen seien zudem erschöpft und traumatisiert gewesen; sie hätten Angst gehabt und sich Sorgen gemacht, denn bald beginnt in Nepal der Mons

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