Abends in Berlin

Apotheker schlägt Räuber mit Mülleimerdeckel in die Flucht

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Berlin -

Der Unbekannte kam abends um halb sieben und bedrohte eine Angestellte der Apotheke Charlottenburg Nord mit einer Spielzeugpistole. Er forderte die Herausgabe der Einnahmen. Der Ehemann der Apothekerin schlug den Räuber auf kuriose Weise in die Flucht.

Er hatte nämlich blitzschnell erkannt, dass es sich nicht um eine richtige Waffe, sondern um ein Spielzeugmodell handelte. Mit Hilfe eines Mülleimerdeckels vertrieb er den überraschten Räuber. Die Apothekenmitarbeiter blieben unverletzt. Die Apotheke liegt in einem relativ ruhigen Wohngebiet in der Nähe einer U-Bahnstation. Dorthin lief auch der Täter, der entkommen konnte. Ein Raubkommissariat der Berliner Polizei übernahm die Ermittlungen.

Immer wieder werden Apotheken zum Ziel von Überfällen. Zuletzt ereignete sich im sächsischen Bad Schlema eine ungewöhnliche Tat: Zwei Männer überfielen dabei die Bad-Apotheke und bedrohten eine Mitarbeiterin mit einem Beil. Der Einsatz eines Beils bei einem Überfall ist relativ selten, am häufigsten werden Menschen in der Offizin mit Messern, Pistolen oder Pistolen-Attrappen bedroht.

Die beiden maskierten Männer wollten in Bad Schlema die Kasse aufbrechen. Dabei überraschte die Frau die beiden Täter. Sie erbeuteten eine geringe Menge Bargeld und flüchteten. Zum Zeitpunkt des Überfalls waren keine Kunden in der Offizin.

Vor fünf Jahren gab es in Berlin einen Überfall mit einem Beil, damals wurde die Kronen-Apotheke von einem Mann überfallen. Er hob das Beil und bedrohte damit die Anwesenden. Die Polizei nahm ihn in der Offizin fest. Eine aufmerksame Mitarbeiterin hatte nämlich schon die Polizei verständigt.

Der 28-jährige Täter hatte einige Stunden zuvor die Apotheke aufgesucht, um sich von einer Angestellten beraten zu lassen. Er ließ sich mehrere Produkte zeigen und verließ die Offizin, ohne etwas zu kaufen.

Der aufmerksamen Mitarbeiterin kam dieses Verhalten merkwürdig und aus anderen Überfällen bekannt vor. Sie sollte Recht behalten. Wie erwartet erschien der Mann am selben Abend noch einmal – diesmal mit Beil. Die Angestellte flüchtete ins Büro, die Beamten stellten den Täter. Er war bereits wegen ähnlicher Delikte mit Haftbefehl gesucht worden.

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