Apotheker für Engagement für Demenzkranke geehrt

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Berlin - Jedes Jahr verleiht das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege eine Staatsmedaille an Menschen, die sich ehrenamtlich verdient gemacht haben. Unter den zehn Preisträgern 2019 befindet sich auch Dr. Jens Schneider. Der Apotheker im Ruhestand ist Gründungsmitglied des Vereins „Alzheimer Gesellschaft Augsburg – Selbsthilfe Demenz“ und wurde für sein langjähriges Engagement in der Gruppe ausgezeichnet.

Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2009 bis Juli 2019 war Schneider dessen 1. Vorsitzender. Damit schuf der Pharmazeut in Augsburg eine kompetente Anlaufstelle für Menschen mit Alzheimer und Demenz sowie deren Angehörige und Fachpersonal. Außerdem richtete Schneider ein „Alzheimer-Telefon“ als Erstanlaufstelle ein und organsierte Vorträge zu den Krankheiten für Betroffene und Angehörige.

Im Jahr 2014 rief Schneider das Projekt „Demenzfreundliche Apotheke“ ins Leben. Mit diesem machte er Apotheken in Augsburg und der Umgebung zu einem Bindeglied zwischen Betroffenen und Hilfebietenden. Zwischenzeitlich wurde das Projekt auf ganz Bayern ausgeweitet. Auch bei weiteren Projekten zum Thema Demenz engagiert sich Schneider tatkräftig: So etwa bei der bayernweiten Kooperation „Menschen mit Demenz im Krankenhaus“. Dem Apotheker sei die Integration demenzkranker Menschen in alle Bereiche des Alltags sehr wichtig, lobte das Staatsministerium.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ehrte Schneider und die anderen neun Prämierten im Rahmen eines Festakts im Schloss Fantaisie bei Bayreuth. Huml unterstrich die Bedeutung der bayerischen Staatsmedaille: „Sie soll Ansporn sein für andere Menschen zu eigenen Anstrengungen. Sie soll auch dazu ermutigen, neue Wege bei den Zukunftsthemen Gesundheit und Pflege zu gehen.“ Schneider sieht sein Werk dabei noch nicht getan. „Demenz ist in der Gesellschaft angekommen, aber noch nicht die Menschen mit Demenz“, so der rastlose Ruheständler.

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