Arzneimittelinformation Palliativmedizin

Patientensicherheit: Apothekerin Rémi ausgezeichnet APOTHEKE ADHOC, 30.05.2020 08:34 Uhr

Berlin - Apothekerin Dr. Constanze Rémi und ihr Team werden mit dem Deutschen Preis für Patientensicherheit ausgezeichnet. Der erste Platz geht in diesem Jahr damit an die Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) für das Projekt „Arzneimittelinformation Palliativmedizin“. „Wir freuen uns sehr über den Preis und bedanken uns herzlich beim Aktionsbündnis für Patientensicherheit für die Unterstützung“, so Rémi.

In dem Projekt können sich Ärzte, Apotheker und Pflegekräfte aus dem deutschsprachigen Raum bezüglich einer sicheren Arzneimitteltherapie für die von ihnen betreuten palliativen Patienten beraten lassen. Mehr als 1000 Anfragen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden bereits beantwortet. Eine Befragung hat ergeben, dass die Praxisrelevanz der Auskünfte als hoch eingeschätzt wird und auch positive Effekte auf die Symptomkontrolle und somit die Lebensqualität der Patienten zu verzeichnen waren.

„Mit der Verleihung des Preises wollen wir die Anlaufstelle noch bekannter machen und das zweckgebundene Preisgeld soll dazu beitragen, dass das kostenfreie Angebot weiter fortgesetzt werden kann“, erklärte die APS-Vorsitzende Ruth Hecker die Entscheidung der zehnköpfigen Preisjury. In dem Gremium ist auch Peggy Ahl (Apothekerin und Referentin im Geschäftsbereich Pharmazie der ABDA) vertreten. Der erste Platz ist mit 10.000 Euro dotiert.

„Arzneimitteltherapie ist elementarere Bestandteil der Palliativmedizin“, so Rémi. Gleichzeitig sei die Datenlage der eingesetzten Therapien begrenzt. Um Patienten nicht unnötig zu gefährden, bedürfe es einer sorgfältigen Abwägung der verschiedenen Therapieoptionen, „was aber gerade aufgrund der Datenlage sehr herausfordernd sein kann“. Im klinischen Alltag komme dann noch hinzu, dass Zeit und Ressourcen Mangelware seien, um für jede Therapie auf Basis der Literatur eine Nutzen-Risiko-Abwägung durchzuführen. „Um die benötigten Informationen trotzdem zugänglich zu machen haben wir 2016 die Arzneimittelinformation Palliativmedizin ins Leben gerufen“, so die Apothekerin weiter.

Die Arzneimittelinformation sei eine Anlaufstelle für Ärzte, Apotheker für Fragestellungen rund um die palliativmedizinische Arzneimitteltherapie. Ziel sei, die Arzneimitteltherapie und die Sicherheit für die Patienten zu verbesern. Rémi: „Wir wollen helfen Fehler zu vermeiden und für die Patienten individuell die optimale Therapie zu finden.“ Durch die Bündelung von Wissen und Ressourcen könnten hier Informationen besser zugänglich gemacht werden. Der Zugang zu Informationen sei damit nicht mehr nur ein Privileg für bestimmte Einrichtungen.

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