Walgreens Boots Alliance hebt Sparziel an

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Berlin -

Die US-Kettenkonzern Walgreens Boots Alliance (WBA) hat sich im Schlussquartal des Geschäftsjahres deutlich von den Folgen der Corona-Pandemie erholt. Grund sei neben einem starken Gewinnwachstum in den Apotheken und im Einzelhandel in den Vereinigten Staaten auch eine anhaltende Erholung in Großbritannien. In den kommenden drei Jahren peilt der Konzern ein Wachstum beim bereinigten Gewinn je Aktie von rund vier Prozent und damit eine deutliche Beschleunigung an.

In Großbritannien waren im Juli die Corona-Beschränkungen aufgehoben worden. Bei geringeren oder keinen Corona-Maßnahmen gehen die Menschen wieder mehr aus und unternehmen mehr. Damit steigt auch das Risiko etwa für Erkältungen, was Arzneimittelverkäufe antreibt.

Konzernweit stiegen die Erlöse in den drei Monaten bis Ende August verglichen mit dem Vorjahresquartal um rund 13 Prozent auf knapp 34,3 Milliarden US-Dollar (29,7 Milliarden Euro). Unter dem Strich blieben 627 Millionen Dollar übrig, was gut zwei Drittel mehr ist als vor einem Jahr. Das war auch mehr als Analysten im Schnitt auf dem Zettel hatten. Der Kurs der Aktien stieg um mehr als drei Prozent.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war der Nettogewinn mit gut 2,5 Milliarden Dollar sogar mehr als fünf Mal so groß wie ein Jahr zuvor. Das lag aber nicht nur an der Geschäftsbelebung. So hatten im Vorjahr milliardenschwere Abschreibungen in der Krise und hohe Umbaukosten auf das Ergebnis gedrückt.

Insgesamt erlöste Walgreens Boots Alliance im Geschäftsjahr 2020/21 mit 132,5 Milliarden Dollar rund 8,6 Prozent mehr. Der Konzern will im Gesundheitsgeschäft künftig punkten. Mit milliardenschweren Investitionen in VillageMD und Carecentrix soll das Wachstumspotential gestärkt werden. Zudem schraubte der Konzern sein Sparziel 2024 auf 3,3 Milliarden Dollar nach oben.

Im seit September laufenden neuen Geschäftsjahr rechnet Walgreens Boots Alliance wegen Investitionen in das Gesundheitsgeschäft zunächst allerdings nicht mit großen Sprüngen. Der bereinigte Gewinn je Aktie dürfte zu konstanten Wechselkursen stabil bleiben.

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