Mit einem Sichtwahlklassiker steigt die Apothekenkooperation Linda in den Vertrieb von OTC-Eigenmarken ein. Rund 500 Mitgliedsapotheken bieten das Schmerzmittel an. Ein weiteres Produkt soll in diesem Jahr folgen.
Linda baut eine eigene OTC-Linie auf. Unter dem Motto „Gerne empfehlen wir auch uns“ können Mitgliedsapotheken für das erste Präparat werben. Bundesweit ist „Ibuprofen Linda Apotheken“ bei allen Premium-Partnern erhältlich. Ein Ziel sei es, die Dachmarke in der Offizin zu stärken und mehr Sichtbarkeit in einem „stark umkämpften Markt“ zu erhalten.
Die 400-mg-Tabletten sind als 20er-Packung erhältlich. „Für unsere Mitgliedsapotheken entsteht mit der Einführung der neuen Eigenmarke unter bekanntem Namen ein weiterer Baustein, um die Leistungsfähigkeit ihrer Apotheke durch Identifikation mit einer starken Marke nachhaltig zu stärken“, sagt Jens Zeiger, Inhaber der Rathaus Apotheke in Nidderau und Vorsitzender der Kommission Industriekooperationen im MVDA.
Die neue Produktlinie wurde von Linda und den beratenden Gremien des MVDA gemeinsam mit dem strategischen Partner Phoenix konzipiert. Das Tochterunternehmen des Mannheimer Großhändlers, PXG Pharma, ist der Anbieter. Weitere zugelassene Produkte sind laut Firmenangaben „Paracetamol Linda 500 mg Filmtabletten“ sowie Ibuprofen und Paracetamol Livsane, der europaweiten Eigenmarke von Phoenix.
Ende 2023 wurde die Linda-Eigenmarke Prima eingestellt. Angeboten wurden Nahrungsergänzungsmittel (NEM) wie Magnesium oder Vitaminpräparate. Unter der Marke Ovio Slim wurden auch Produkte zur Gewichtsreduktion angeboten.
Immer mehr Apotheken setzen auf eigene Freiwahl- und OTC-Produkte. Das spüren auch die Hersteller und bauen die Sortimente weiter aus. Kooperation wie Elac Elysée (Guten Tag Apotheken) oder Gesund Leben (Alliance Healthcare Deutschland/Gehe) sowie Großhändler und Versandapotheken bieten bereits eigene Label an.
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