Walgreens Boots Alliance

Wegen Corona: Pessina streicht 4000 Stellen dpa/APOTHEKE ADHOC, 09.07.2020 15:21 Uhr

Berlin - Walgreens Boots Alliance (WBA) ist von der Corona-Krise schwer getroffen. Das Management will die Kosten weiter senken und rund 4000 Stellen streichen, um die Auswirkungen der Krise abzumildern. Betroffen sind damit 7 Prozent der gesamten Belegschaft, vor allem in Großbritannien. Das teilte der Konzern am Donnerstag in Deerfield im Bundesstaat Illinois mit. Gleichzeitig kündigte Walgreens an, 48 Läden der britischen Optiker-Kette Boots Opticians zu schließen. Außerdem setzt der Konzern die Aktienrückkäufe aus.

Walgreens bezifferte die Umsatzeinbußen der Corona-Krise auf 700 bis 750 Millionen US-Dollar. Den größten Einbruch gab es in Großbritannien, wo aufgrund von Filialschließungen bis zu 16.000 Angestellte nicht ihrer Arbeit nachgehen konnten. Insgesamt stiegen die Umsätze im dritten Quartal im Jahresvergleich zwar um 0,1 Prozent auf 34,6 Milliarden Dollar. Der operative Verlust lag aber bei 1,6 Milliarden Dollar, nach einem operativen Gewinn von 1,2 Milliarden ein Jahr zuvor. Unter dem Strich betrug der Verlust 1,7 Milliarden Dollar, nach einem Gewinn von gut einer Milliarde ein Jahr zuvor.

„Vor der Pandemie entsprachen unsere Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 unseren Erwartungen. Diese beispiellose globale Krise führte jedoch zu einem Verlust im Quartal, da die Menschen in allen unseren Märkten zu Hause geblieben“, so Konzernchef Stefano Pessina. Er verwies darauf, dass es weniger Arztbesuche, dafür aber mehr Bestellungen im Versandhandel gegeben habe. Gleichzeitig seien der Anteil margenstarker Produkte gesunken und die Beschaffungskosten gestiegen.

„Das Einkaufsverhalten entwickelt sich schneller als je zuvor, da die Verbraucher zunehmend digitale Optionen nutzen. Das veranlasst uns dazu, unsere laufenden Investitionen in digitale Transformation und den Aufbau von Gesundheitszentren in der Nachbarschaft zu beschleunigen.“ Pessina verwies auf die Mehrheitsübernahme von VillageMD mi dem Ziel, in den nächsten fünf Jahren 500 bis 700 Kliniken für die Primärversorgung zu eröffnen, sowie die strategische Partnerschaft mit Microsoft und Adobe im Sinne eines personalisierten Omnichannel-Angebots.

Der Konzern musste bereits vor der Corona-Krise sparen. Nun sollen die jährlichen Kosten nicht mehr um 1,8 Milliarden, sondern um 2 Milliarden Dollar gesenkt werden.

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