Pharmakonzerne

Vorwurf Patentmissbrauch: Durchsuchung bei Novartis

, Uhr
Berlin -

Der Pharmakonzern Novartis ist ins Visier der Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) geraten. Zusammen mit der Europäischen Kommission untersucht die Weko, ob ein Patent auf möglicherweise unzulässige Weise eingesetzt wurde, um sich
vor Konkurrenz zu schützen.

Die Weko hat daher am 13. September am Novartis-Hauptsitz in Basel eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Der Vorwurf der Behörde: Das Unternehmen habe angeblich versucht, das eigene Präparat zur Behandlung von Hautkrankheiten gegen Konkurrenzprodukte zu schützen, so die Weko.

Dabei habe das Pharmaunternehmen – es wird von der Weko in der Mitteilung nicht namentlich genannt – auf Basis eines seiner Patente Gerichtsverfahren angestoßen. Die Untersuchung solle nun klären, ob ein Einsatz von sogenannten Sperrpatenten vorliege. Das wiederum könnte laut Weko einen unzulässigen Missbrauch einer angeblich marktbeherrschenden Stellung gemäß dem Kartellgesetz darstellen.

Novartis bestätigt „Besuch“

Novartis bestätigte in einer Stellungnahme den Besuch von Weko-Vertretern an seinem Hauptsitz. Gleichzeitig sicherte der Konzern zu, uneingeschränkt mit den Behörden zu kooperieren. Die Einleitung dieser Untersuchung bedeute aber nicht, dass ein Fehlverhalten festgestellt worden sei oder dass finanzielle Auswirkungen vorlägen. Wie ein Novartis-Sprecher auf Anfrage der Schweizer Finanz-Nachrichtenagentur AWP erklärte, beschränkten sich die Hausdurchsuchungen auf den Standort Basel. Weitere Kommentare gebe Novartis nicht ab.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch
Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Dimenhydrinat gegen Übelkeit und Erbrechen
Pädia: VomiSaft in Einzelfläschchen »
Neuer Anstrich für Pharmakonzern
Neues Logo für GSK »
Mehr aus Ressort
Transport- und Energiekosten bereiten Sorge
Phoenix: Mehr Umsatz, weniger Gewinn »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Kritik nach Beragena-Fall
Hänel: Inkassopflicht muss weg»
Staatssektretär überrascht mit Ansage
Spargesetz: Geht da noch was?»
EMA empfiehlt Antikörperpräparat
Beyfortus: Passive Immunisierung gegen RSV»
Zytostatikum & Immunsuppressivum
Melanomrisiko durch MTX?»
EU-Kommission sichert 10.000 Einheiten
Affenpocken: Was kann Tecovirimat?»
Limit für geringfügige Beschäftigung erhöht
Minijob: 70 Euro mehr verdienen»
A-Ausgabe Oktober
90 Seconds of my life»
Kompetenter Begleiter für alle Leser:innen ab 60
my life Senioren»
Das Kindermagazin der my life Familie
Platsch»
Debatte geht in die nächste Runde
EMA befürwortet Biosimilar-Austausch»
Jede Verordnungszeile einzeln
Mehrfachverordnungen: Wie wird beliefert?»
Was wird von der Kasse erstattet
Retaxgefahr: Sprechstundenbedarf auf Rezept»