Versandhandel

Ist er der erste Amazon-Apotheker? Alexander Müller, 26.04.2017 10:37 Uhr

Berlin - Der Einstieg des Versandriesen Amazon in den deutschen Apothekenmarkt nimmt konkrete Züge an: Nach Informationen von APOTHEKE ADHOC wurden die Münchener Bienen-Apotheken als Kooperationspartner gewonnen. Der US-Konzern will einen Lieferdienst für Arzneimittel aufziehen – mit Apotheken vor Ort als Exklusivpartner. Details zum Pilotprojekt in München sind noch nicht bekannt, die Tinte auf den Verträgen soll aber bereits trocken sein.

Bekannt ist, dass Amazon den Premiumdienst „Amazon Prime“ um Gesundheitsprodukte und Arzneimittel erweitern möchte. Die Ware wird für Prime-Kunden und ab einem Bestellwert von 20 Euro noch am selben Tag ausgeliefert. Spediteure fahren am Vormittag bestellte Ware zwischen 18 und 21 Uhr aus. Bei „Prime Now“ wird in den Metropolen München und Berlin bereits innerhalb von zwei Stunden ausgeliefert. In der Hauptstadt wurden gerade zwei Lebensmittelhändler als erste externe Partner unter Vertrag genommen.

Auch Apotheken will Amazon unter Vertrag nehmen; diese sollen die bestellte Ware zum Umschlagplatz der Amazon-Logistiker liefern. Angesprochen wurden sowohl Apotheken vor Ort als auch Versender. In München wurden dem Vernehmen nach die Bienen-Apotheken für das Projekt gewonnen. Die Mini-Kooperation verfügt in der bayerischen Landeshauptstadt nach einer Spaltung Ende 2015 aktuell über 15 Apotheken. Die Bienen-Apotheken arbeiten besonders eng zusammen, vom Einkauf bis hin zur Personalplanung.

Kopf des Zusammenschlusses ist Apotheker Michael Grintz, der selbst vier Bienen-Apotheken führt. Die mutmaßlich vor dem Start anstehende Kooperation mit Amazon wollte er auf Nachfrage nicht kommentieren: „Dazu will und werde ich nichts sagen“, so Grintz. Ein hartes Dementi klingt anders.

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