Problem: Herstellerrabatt

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Als Worst-Case-Szenario denkbar wäre auch, dass der Insolvenzverwalter sogar Geld von den Apotheken zurückfordert: Denn in den Vorauszahlungen ist der Zwangsabschlag in der Regel enthalten – weil er normalerweise nur ein durchlaufender Posten ist. Da das Inkassorisiko aber am Ende bei den Apotheken liegt, könnten diese im schlimmsten Fall aufgefordert werden, die Beträge zurückzuzahlen und sich selbst bei den Unternehmen wiederzuholen.

All das sind derzeit reine Spekulationen, selbst die Apothekerverbände können ihren Mitgliedern dazu keine Antworten geben. Insolvenzverwalter Dr. Jan-Philipp Hoos verwies darauf, dass die Herstellerabschläge bei AvP über eine eigene Gesellschaft abgewickelt wurden – die Dialog im Gesundheitswesen. Aus dem laufenden Verfahren könne er aber noch keine Auskünfte geben, wie mit den Abschlägen verfahren wird.

Besonders bitter: Seit Jahren fordert der Deutsche Apothekerverband (DAV), dass die Apotheken nicht mehr das Inkassorisiko für im Zusammengang mit dem Herstellerrabatt tragen beziehungsweise dafür wenigstens eine Entschädigung erhalten. Passiert ist seitdem nichts.

 

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