Phoenix erweitert seine Kapazitäten in Neuhausen auf den Fildern. Das Vertriebszentrum in der Nähe des Stuttgarter Flughafens wird um einen Anbau erweitert, heute fand der Spatenstich statt.
Insgesamt 25 Millionen Euro investiert Phoenix in den Standort, der bereits seit 1970 besteht und ursprünglich als sogenanntes Taglager – also einen Standort ohne Nachtschichten – zu Ferd. Schulze gehörte. Die Niederlassung mit 172 Mitarbeitenden beliefert rund 570 Apotheken in Baden-Württemberg – von Pforzheim über Rastatt bis Göppingen und Lörrach. Seit der Schließung nach dem Feuer in Freiburg wird auch der äußerste Südwesten vom Standort aus versorgt.
Deutschlandchef Marcus Freitag sprach von einem Meilenstein für die Infrastruktur von Phoenix. In Zeiten instabiler Lieferketten sei die dezentrale Arzneimittellogistik eine Leistung von unschätzbarem Wert für die Gesellschaft. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der kritischen Gesundheitsinfrastruktur in der Region.“ Mit der Investition liefere Phoenix ein Bekenntnis zum Standort und unterstreiche die eigene Rolle als zentraler Partner im Gesundheitswesen.
„Wir machen Phoenix in Neuhausen fit für die zukünftigen Anforderungen der Arzneimittelversorgung“, ergänzte Karl-Heinz Berschet, Mitglied der Geschäftsführung und für den Bereich Operations & Logistics. „Ein höherer Automatisierungsgrad ermöglicht schnellere Abläufe und steigert die Effizienz unserer Logistik.“
Die bestehende Halle wird erweitert, sodass auf zwei Etagen künftig rund 50.000 Arzneimittel gelagert und ausgeliefert werden können. Perspektivisch sei ein Automatisierungsgrad von mehr als 80 Prozent möglich; derzeit liege er bei 46 Prozent. Ziel sei es, Bestellungen effizienter und schneller bearbeiten zu können. Gleichzeitig schafft Phoenix zusätzliche Kapazitäten, um auch bei wachsender Nachfrage eine stabile und zuverlässige Versorgung sicherzustellen. „Nur wenn unsere Prozesse reibungslos funktionieren, können die Apotheken die Versorgung der Patientinnen und Patienten auch gewährleisten.“

Konkret wird über dem ebenerdigen Auslieferungsbereich eine zweite Etage angebaut. Damit wird die bestehende Halle deutlich erweitert.
Den symbolischen Spatenstich zum ersten Bauabschnitt übernahmen Lutz Schütte, Head of Corporate Infrastructure, Karl-Heinz Berschet, Mitglied der Geschäftsführung, Yannik Gransee, Vertriebsleiter Neuhausen, Alexander Bingnet, Niederlassungsleiter Neuhausen, Marcus Freitag, Vorsitzender der Geschäftsführung und Manuel Dietz, geschäftsführender Gesellschafter LIST Bau Stuttgart.
Der Rohbau soll Anfang kommenden Jahres abgeschlossen sein; spätestens Anfang 2028 soll der neue Standort ans Netz gehen. „Wir stellen die Weichen für eine starke Zukunft der Phoenix“, so Freitag.
Insgesamt betreibt der Konzern in ganz Deutschland 18 Niederlassungen, die nächsten sind Mannheim, Augsburg, Fürth und Nürnberg.

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