Neuer Chef für Apo-Discounter

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Berlin - Bei Apo-Discounter gibt es einen Führungswechsel: Firmenchef Helmut Fritsch zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück und übergibt die Leitung an Dr. Oliver Scheel. Als Gesellschafter und Berater bleibt Fritsch der Gruppe aber erhalten.

Seit Anfang April ist Scheel neuer CEO von Apologistics, der Kapitalgesellschaft hinter der Versandapotheke sowie ihrem Ableger in den Niederlanden. Fritsch, der das Unternehmen aufgebaut und unter anderem durch Zukäufe zu seiner heutigen Größe gebracht hat, wird das Unternehmen aus Beirat mit seiner Expertise unterstützen. Auch als Gesellschafter bleibt er an Bord; aktuell gehören seiner Holding mit Sitz in der Schweiz noch 35 Prozent der Anteile. Mehrheitseigentümer ist die Beteiligungsfirma THI der Industriellenfamilie Hagenmeyer.

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe, gemeinsam mit einem starken Team das nächste Kapitel der Apologistics-Gruppe aufzuschlagen“, so Scheel. „Im wachsenden Markt der Online-Apotheken ist das Unternehmen mit seinen hochautomatisierten Logistikprozessen das mit Abstand innovativste und verfügt über alle Grundlagen, um in den kommenden Jahren überproportional zu wachsen und die eigenen Marktanteile deutlich zu erhöhen.“

Scheel ist von Hause aus Biochemiker und begann seine Karriere in der Entwicklung bei Beiersdorf (Nivea). Ende der 90er-Jahre war er bei L‘Oréal als Senior-Produktmanager für die Marken Garnier und Jade sowie den zugehörigen Außendienst verantwortlich. Von 2000 bis 2017 betreute er als Partner den Gesundheitsbereich bei der Unternehmensberatung A.T. Kearney. 2018 setzte ihn der Finanzinvestor EQT als CEO beim Prothesenhersteller Ottobock ein, übertrug ihm jedoch wenige Monate später den Posten des Chief Transformation Officer (CTO) bei der gerade übernommenen Zahnarztkette Curaeos mit Sitz in den Niederlanden.

Apologistics ist mit Apo-Discounter und ihren diversen Webshops sowie dem niederländischen Ableger Apo.com nach eigenen Angaben aktuell die drittgrößte Versandapotheke im deutschen Markt hinter DocMorris und den diversen Ablegern sowie Shop-Apotheke. Der Umsatz von 200 Millionen Euro entspricht nach Unternehmensangaben einem Marktanteil von 8 Prozent. Das hochautomatisierte Logistikzentrum in Markkleeberg bei Leipzig liegt in der Nähe zum DHL-Hub und versorgt Kunden in Deutschland, Polen und Österreich. Auch in Duiven hinter der niederländischen Grenze wurde ein vollautomatisiertes Logistikcenter in Nähe zu DHL errichtet – hier liegt die Ausbaukapazität nach Unternehmensangaben bei mehr als einer Milliarde Euro Jahresumsatz.

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