McKesson: Phoenix zahlt 1,5 Milliarden US-Dollar

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Berlin - Phoenix baut die Präsenz in Europa deutlich aus. Anfang Juli wurde angekündigt, dass der Mannheimer Großhändler weite Teile des Europageschäfts von McKesson übernimmt. Der Kaufpreis liegt dem US-Konzern zufolge bei etwa 1,5 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro).

Phoenix und McKesson unterzeichneten eine Vereinbarung über den Erwerb des Geschäfts in Belgien, Frankreich, Irland, Italien, Portugal und Slowenien sowie der Europazentrale in Stuttgart und der Minderheitsbeteiligung am Gemeinschaftsunternehmen Brocacef Groep in den Niederlanden. Insgesamt ist McKesson in Europa in zwölf Ländern aktiv. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.

Nicht Teil der Transaktion sind das Geschäft in Österreich und Großbritannien, sowie die Anteile am Gemeinschaftsunternnehmen Alliance Healthcare Deutschland/Gehe. Das Joint Venture mit Walgreens Boots Alliance wirkte sich im ersten Quartal negativ auf die Erlöse aus. International ging der Umsatz deshalb um 3 Prozent zurück. Positiv wirkte sich dagegen das Geschäft mit Covid-19-Tests und -Impfstoffen im Großhandels- und Apothekenbereich aus. Das Betriebsergebnis lag international bei 151 Millionen US-Dollar.

Insgesamt erwirtschaftete McKesson im ersten Quartal einen Umsatz von 62,7 Milliarden US-Dollar (plus 13 Prozent). Davon entfallen rund 50 Milliarden auf das Arzneimittelgeschäft in den USA. Das bereinigte Ergebnis lag insgesamt bei 880 Millionen Dollar. Der Konzern erwartet, dass sich das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln innerhalb der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres stetig verbessern wird. Die Umsatzerwartungen wurden leicht angehoben.

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