Berlin -

Hermes Arzneimittel ist unverkäuflich. Um sein Lebenswerk zu sichern, hat Firmeninhaber Johannes Burges das Unternehmen in eine private Stiftung eingebracht. Deren Zweck ist es, das Auskommen der Familie zu sichern.

Burges, Jahrgang 1939 und von Hause aus Nationalökonom, führte das Unternehmen zunächst gemeinsam mit seinem Vater Albert. Damals hieß die Firma noch Nymphosan, erst 1979 wurde der Name Hermes eingeführt. Seit 1974 ist Burges der alleinige Geschäftsführende Gesellschafter. Einen Nachfolger in der vierten Generation der Familie zu finden, sei nicht gelungen, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) vor einigen Jahren.

Tatsächlich ist heute keiner der drei Nachkommen im Unternehmen: Johannes Burges jr. (Jahrgang 1965) betreibt in Pullach das IT-Systemhaus Multitrade; vor einigen Jahren hatte er ein Buch über seine Weltumrundung mit dem Propellerflugzeug verfasst. Marietta Burges (Jahrgang 1970) ist Bankkauffrau und lebt in Kassel. Florian Burges (Jahrgang 1973) lebte eine Zeitlang in Buenos Aires, heute betreibt er in München die Firma FMB Baubiologie.

Um die Nachfolge zu regeln, gründete Burges Ende vergangenen Jahres eine nach ihm benannte privatnützige Stiftung und brachte die Anteile an Hermes ein. Die Satzung gibt vor, wie mit den Gewinnen aus der Unternehmensgruppe umzugehen ist: Bis zu 80 Prozent der ausgeschütteten Summe sollen künftig genutzt werden, um die laufende Versorgung der Familie zu gewährleisten, weitere 20 Prozent sollen für Ausbildung und Existenzgründung künftiger Generationen vorbehalten sein. Außerdem sollen die bereits bestehende gemeinnützige Hermes-Johannes-Burges-Stiftung gefördert und später einmal auch die Grabpflege finanziert werden.

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