Hollmanns letzter Coup

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Berlin - Wenn Wilfried Hollmann bei der Hauptversammlung der Noweda in zwei Wochen zum letzten Mal seinen Lagebericht abgibt, dürfte es stehende Ovationen geben. Selbst ABDA-Präsident Friedemann Schmidt kommt mit einem Grußwort. Als Firmenchef hat Hollmann in den vergangenen elf Jahren viel für die Genossenschaft erreicht. Sein vorerst letzter Coup ist die Übernahme von Ebert+Jacobi.

Als Ebert+Jacobi auf die Noweda zugekommen sei, habe man sehr schnell „die vielen Gemeinsamkeiten“ erkannt, sagt Hollmann. Da wären vor allem die komplementären Belieferungsgebiete: Für die Noweda war Bayern bislang ein weißer Fleck auf der Landkarte, den man aus eigener Kraft wohl so schnell nicht hätte mit Farbe füllen können.

Dafür schluckt die Genossenschaft so manche Kröte: Zwischen Würzburg, Mosbach, Böblingen und Heidenheim liegen jeweils nur rund 100 Kilometer, genauso wie zwischen Spangenberg und Erfurt. Auch wenn die Noweda versprochen hat, alle Häuser des Privatgroßhändlers zu erhalten: Um eine Konsolidierung werden Hollmanns unternehmerische Erben nicht herumkommen.

„Die Kunden des traditionsreichen Familienunternehmens werden von den Leistungen und Vorteilen des apothekereigenen Wirtschaftsunternehmens Noweda profitieren“, verspricht Hollmann. „Die Übernahme fördert die genossenschaftliche Idee, schafft eine noch breitere Basis für die Interessenvertretung der inhabergeführten Apotheken und stärkt damit deren Position.“

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