Bundeskartellamt

Noweda darf Ebert+Jacobi schlucken

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Berlin -

Die Noweda darf Ebert+Jacobi aus Würzburg übernehmen. Das Bundeskartellamt gab am Dienstag den Zusammenschluss der Großhändler frei. Die Essener Genossenschaft stärkt ihre Position als Nummer 2 im Großhandelsmarkt hinter Phoenix und vor Gehe, Sanacorp und Alliance Healthcare. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, begründet den Entschluss so: „In allen regionalen Märkten bleiben die Pharmagroßhändler Phoenix und/oder Alliance Healthcare Marktführer, allerdings rückt Noweda mit dem Erwerb an die zweite beziehungsweise dritte Stelle.“

Den Apotheken stünden auch nach dem Zusammenschluss noch mehrere Pharmagroßhändler als Alternative zur Verfügung, so Mundt. Die bisherige Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen der Branche fährt Noweda künftig zurück. Aufgrund der Bedenken des Bundeskartellamtes werde ein bestehender IT-Dienstleistungsvertrag mit einem Unternehmen der Pharma Privat Gruppe beendet.

Anfang November war die geplante Übernahme verkündet worden. Es ist der letzte große Coup des scheidenden Noweda-Chefs Wilfried Hollmann. Als Ebert+Jacobi auf die Noweda zugekommen sei, habe man sehr schnell „die vielen Gemeinsamkeiten“ erkannt, sagt Hollmann. Da wären vor allem die komplementären Belieferungsgebiete: Für die Noweda war Bayern bislang ein weißer Fleck auf der Landkarte, den man aus eigener Kraft wohl so schnell nicht hätte mit Farbe füllen können.

Dafür schluckt die Genossenschaft so manche Kröte: Zwischen Würzburg, Mosbach, Böblingen und Heidenheim liegen jeweils nur rund 100 Kilometer, genauso wie zwischen Spangenberg und Erfurt. Auch wenn die Noweda versprochen hat, alle Häuser des Privatgroßhändlers zu erhalten: Um eine Konsolidierung werden Hollmanns unternehmerische Erben nicht herumkommen.

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