Generika-Konkurrenz für Tamiflu

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Berlin - Das Grippemittel Tamiflu bekommt Konkurrenz: Mit Teva und Zentiva drängen gleich zwei Generikahersteller auf den Markt. Der Originalhersteller Roche hat mit Xofluza bereits ein Nachfolgeprodukt in der Pipeline – und arbeitet parallel an einem OTC-Switch für den Klassiker.

Während Oseltamivir Zentiva rein generisch daher kommt, tritt Teva mit der Marke Ebilfumin an. Der Konzern in Ulm ist formal nur Vertriebspartner der isländischen Schwesterfirma Actavis. Das Produkt kommt daher in entsprechender Aufmachung daher – für deutsche Apotheker ist es die erste Begegnung mit der Marke seit fünf Jahren, als das Europageschäft von Actavis an Puren und der Rest an Teva verkauft wurden.

Wie Tamiflu kommt das Generikum von Zentiva in den Dosierungen 30 mg, 45 mg und 75 mg und in Einheiten à 10 Stück auf den Markt. Teva bringt zunächst nur die hoch dosierte Variante, die mit 17 Euro nur halb so teuer wie das Original sein soll.

Analog zu Tamiflu sind beide Produkte „zur Behandlung von Erwachsenen und Kindern, einschließlich reifer Neugeborener, mit influenzatypischen Symptomen indiziert, wenn das Influenzavirus in der Bevölkerung auftritt“. Die Therapie sollte innerhalb von zwei Tagen nach erstmaligem Auftreten der Symptome begonnen werden.

Außerdem ist ein prophylaktischer Einsatz möglich, wenn es zu einem Kontakt mit einem klinisch diagnostizierten Influenzafall gekommen ist und das Influenzavirus in der Bevölkerung zirkuliert. Im Fall eines pandemischen Influenzaausbruchs ist eine solche Postexpositionsprophylaxe auch bei Säuglingen unter einem Jahr möglich.

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