Curevac: Dreistelliger Millionenverlust

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Berlin -

Milliardenumsatz und -gewinn bei Biontech, der Konkurrent Curevac ist davon noch weit entfernt. Das Tübinger Biotech-Unternehmen schreibt aufgrund hoher Forschungskosten weiter rote Zahlen.

Der Verlust vor Steuern lag im ersten Quartal bei 112,2 Millionen Euro, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte. Die Verluste gehen demnach vor allem auf Forschungs- und Entwicklungskosten für den Corona-Impfstoff CVnCov zurück. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte der Verlust noch bei 23,9 Millionen Euro gelegen. Angaben zum Ergebnis nach Steuern machte Curevac zunächst nicht.

Der Umsatz stieg in den ersten drei Monaten des Jahres von 3,1 auf 10 Millionen Euro. Der Anstieg geht laut Curevac vor allem auf die Zusammenarbeit mit dem britischen Pharmakonzern Glaxosmithkline (GSK) zurück. Die beiden Unternehmen arbeiten bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs zusammen.

Curevac hatte 2020 mit einem Vorsteuerverlust von 129,8 Millionen Euro abgeschlossen und auch dies mit hohen Kosten für Forschung und Entwicklung des Corona-Impfstoffs begründet. Der Corona-Impfstoffkandidat CVnCov befindet sich derzeit in einem rollierenden Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Curevac erwartet die Zulassung noch im Juni.

Wie das Unternehmen weiter bekanntgab, soll der Corona-Impfstoff der ersten Generation ab Anfang Juni in einer Studie in Großbritannien auf seine Sicherheit und Wirksamkeit als Booster-Impfung überprüft werden. Rund 3000 Teilnehmer sollen unter anderem den Curevac-Impfstoff erhalten, nachdem sie auch mit anderen Impfstoffen vollständig geimpft wurden. Mit Booster-Impfungen soll ein Schutz einige Zeit nach einer abgeschlossenen Impfung aufgefrischt werden. Die Ergebnisse der Studie würden für September erwartet, hieß es.

Zusammen mit GSK entwickelt Curevac derzeit zudem einen Corona-Impfstoff der zweiten Generation, der besser gegen neue Virusvarianten schützen soll.

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