Mario Götze, Klaas Heufer-Umlauf, Will.i.am

CBD-Anbieter: Promi-Investoren für Sanity Group

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Berlin -

Unternehmensgründer Finn Hänsel weiß, wie man PR macht: Mit seiner Sanity Group positioniert er sich als Anbieter pharmazeutisch hochwertiger CBD-Produkte – die er als Lifestyle-Produkte bewirbt. Nun hat das Start-up in einer Finanzierungsrunde die passenden Investoren dazu gefunden, darunter Sänger Will.i.am, TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf und der ehemalige Fußballnationalspieler Mario Götze. Auch der Bierbrauer Bitburger investiert in Cannabis.

D​as Berliner Cannabis-Start-up SanityGroup hat das Second Closing seiner Pre-Series-A-Finanzierungsrunde abgeschlossen und dabei knapp vier Millionen Euro eingesammelt. Das Gesamtinvestment steigt damit auf rund 25 Millionen Euro. Unter den neuen Geldgebern finden sich einige bekannte Namen: Der US-Musikproduzent und Songwriter Will.i.am, bekannt geworden durch die Black Eyed Peas, ist genauso dabei wie Götze, Heufer-Umlauf, die Hollywood-Schauspielerin Alyssa Milano, Ex-Fußballer Dennis Aogo, Sportexperte Jonas Hummels und das deutsche Topmodel Stefanie Giesinger.

„Die Regeneration der Muskeln und der Schutz vor Muskelverletzungen haben für Leistungssportler oberstes Gebot. CBD zeigt sehr spannende Studienergebnisse für Sportler*innen und wird in den USA schon breit im Sport genutzt – daher finde ich die Vision vom Team der Sanity Group, hierfür maßgeschneiderte Produkte zu entwickeln, sehr spannend“, erklärt Götze sein Investment. „Ich bin ein großer Fan von innovativen Gesundheitsunternehmen, besonders nachdem ich die wachsende Forschung rund um die Hanfpflanze gesehen habe“, so Musiker Will.i.am, „das Team der Sanity Group hat den richtigen Ansatz gefunden und qualitativ hochwertige Produkte geschaffen, um den Menschen zu helfen.“

Neben der Musik- und Fernsehprominenz hat sich auch die Investmentgesellschaft der Brauerei Bitburger beteiligt. „Wir sehen großes Potenzial in der Sanity Group und mit dem Investment die Chance, an einem stark wachsenden und zukunftsträchtigen Innovationsmarkt zu partizipieren”, erklärt Friedrich Droste, Geschäftsführer von Bitburger Ventures. „Für uns sind junge Firmen auch eine Quelle der Inspiration – sie können uns helfen, das Kerngeschäft zu verbessern.“

„Wir freuen uns sehr über diese prominente Unterstützung auf unserem Weg, Europas führendes Unternehmen für Medizinalcannabis und Consumer-Goods auf CBD-Basis zu werden“, so Finn Hänsel und Fabian Friede, die das Unternehmen 2018 gegründet haben. Mit dem frischen Kapital soll neben dem Ausbau der medizinischen Sparte mit dem pharmazeutischen Tochterunternehmen​ Vayamed​ auch die Expansion der Wellbeing-Sparte vorangetrieben werden. So launcht die Sanity Group ihre CBD-Lifestylemarke ​Vaay​ ​in dieser Woche auch in Großbritannien. Erst kürzlich hatte die Sanity Group zudem in Deutschland ihre zweite CBD-Marke „​This Place​“ auf den Markt gebracht.

Daneben ist Hänsel, gemeinsam mit den Unternehmen Synbiotic, MH Medical Hemp, Cannacare Health und Aphria Wellbeing, auch in der Lobbyarbeit für CBD aktiv. Am 20. November wurde der Branchen-Verband Pro CBD auch offiziell gegründet. Ziel der Initiative ist nach eigenen Angaben die Aufklärung über CBD-Produkte, die Etablierung von Qualitätsstandards und die Schaffung von rechtlichen Rahmenbedingungen, die die Herstellung, den Vertrieb und Verkauf von CBD-Produkten erleichtern. Dazu will der Verband eine Selbstverpflichtung erarbeiten, die für alle Mitglieder gilt und Themen wie Werbung, Labor- und Messverfahren, Inhaltsstoffe und Jugendschutz umfasst. Vorsitzender des Verbandsvorstands ist Hänsel; den Vorstand vervollständigen Lars Müller von Synbiotic und Cornelius Krabiell von Cannacare Health. Geschäftsführer ist Georg Ehrmann.

„Unser Ziel ist eine klare Regulierung auf Basis einer Selbstbeschränkung, wie es auch in den Niederlanden und in Großbritannien erfolgreich umgesetzt wird“, so Hänsel. Er begrüße deshalb auch das kürzlich ergangene Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Frage, ob CBD-Produkte als Betäubungsmittel einzuschätzen sind. „Das Urteil ist ein wichtiger Schritt, der die bestehenden Unsicherheiten, ob CBD-Produkte gesundheitsschädlich und damit illegal sind, beseitigt. Nun muss eine darauf aufsetzende Regulierung mit klaren Qualitätsstandards folgen, damit Verbraucher*innen die größtmögliche Sicherheit erhalten. Dafür möchten wir uns als Verband aktiv einsetzen, indem wir uns mit den Behörden und der Politik regelmäßig austauschen.“

 

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