„Apotheker haben Probiotika schneller begriffen als Ärzte“

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Berlin - Die Österreicherin Anita Frauwallner hat mit probiotischen Produkten einen Millionen-Erfolg gelandet. Die Chefin der Firma Allergosan vertreibt in Deutschland die apothekenexklusive Reihe Omnibiotic. Die Gesundheitsprodukte gehören zu den am stärksten wachsenden Produkten in der Selbstmedikation.

Frauwallner machte ihr Hobby zum Beruf. In einer Apotheke in Graz tüftelte sie gemeinsam mit ihrem Mann bereits vor mehr als zwanzig Jahren an probiotischen Produkten. Ihre Apotheke zum goldenen Hirschen war spezialisiert auf naturheilkundliche Produkte sowie Homöopathie und orthomolekulare Medizin. „Das war mir aber zu wenig“, sagt Frauwallner, die selbst an Neurodermitis leidet.

1991 wurde das Institut Allergosan gegründet. Zunächst wurde es aus rein persönlichem, wissenschaftlichem Interesse geführt. „Die ersten zwei Jahre Forschung waren enttäuschend“, erinnert sich Frauwallner. Den Durchbruch brachten die Forschungskooperationen mit zwei niederländischen Universitätskliniken. Diese resultierten in Studien zu den Themen „Multispezies-Probiotika zur Behandlung der Antibiotika-assoziierte Diarrhoe“ und zur „Allergieprävention während der Schwangerschaft“.

Das erste Omnibiotic-Produkt kam 1996 in Zusammenarbeit mit den Medizinern auf den Markt. Das Nahrungsergänzungsmittel enthält sechs natürlich im menschlichen Darm vorkommende Bakterienkulturen und ist einer der Topseller. Durch die Spezialisierung auf Naturheilkunde habe sich in der Apotheke ein kleines Klientel gebildet. „Meine Kollegen haben gesagt, ich bin verrückt, für eine Flasche 480 Schilling (etwa 30 Euro) zu verlangen“, so Frauwallner. „Die haben gedacht, ich habe einen Vogel.“ Apotheker seien die ersten gewesen, die wegen eigener Probleme mit dem Darm nach mehr Informationen gefragt hätten. Dadurch sei die Idee zu Vorträgen entstanden.

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