Obstipation: Trinken und Bewegung oft nicht ausreichend

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Berlin - Zu wenig, zu selten, zu hart: So lässt sich das Volksleiden Verstopfung kurz erklären. Für viele ein Tabuthema, doch in der Apotheke finden Betroffene nicht nur ein offenes Ohr, sondern auch diskrete und kompetente Beratung. Warum wird der Darm träge? Ein Überblick.

Besorgte Mütter mit kleinen Kindern, ältere Kunden mit wenig Bewegung und multimorbide Patienten mit umfangreicher Medikation: Sie alle gehören zu den typischen Beratungsfällen zum Thema Verstopfung. Der medizinische Ausdruck Obstipation leitet sich vom lateinischen „obstipatio“ ab und bedeutet so viel wie „die Aufhäufung“. Dies erklärt malerisch die Wurzel des Problems: eine Anhäufung von Stuhl ohne Abgang.

Normalerweise reguliert unser Darm die Defäkation genial einfach: Das Stuhlvolumen erhöht sich mit aufgenommener Nahrung im Laufe des Tages und übt Druck auf die Darmwände aus. Diese Dehnung ist für den Darm das Signal, rhythmisch Kontraktionswellen auszulösen, die den Stuhl in Richtung Rektum bewegen und die Defäkation auslösen. Ein ausgewogenes Frühstück kombiniert mit ausreichend Flüssigkeit ist übrigens schon der erste Anreiz des Tages für die Peristaltik, um in Schwung zu kommen.

Unter bestimmten Umständen funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr einwandfrei. Patienten klagen dann über die zu lange Verweildauer des Stuhls im Darm oder Hartleibigkeit. Auch zu geringe Mengen an Stuhl oder Probleme beim Absetzen wie Schmerzen oder Anstrengung verunsichern und führen die Leidgeplagten zur Apotheke des Vertrauens. Sofern keine weiteren Beschwerden oder Erkrankungen vorliegen, ist der erste Schritt die Hinterfragung der Lebensgewohnheiten.

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