Johnson kassiert Handy

Streit um britischen Gesundheitsdienst dpa, 11.12.2019 11:55 Uhr

London - Das britische Gesundheitswesen ist chronisch überlastet. Tausende Patienten sind einer Studie zufolge dadurch in den letzten Jahren gestorben. Ob sich an den Zuständen nach der Wahl etwas ändert?

Ein stundenlang auf dem Fußboden eines britischen Krankenhauses liegendes Kind hat die Debatte um den maroden Gesundheitsdienst NHS kurz vor der Parlamentswahl befeuert. Als ein Reporter des Fernsehsenders ITV ein Bild vom Jungen dem Premier Boris Johnson zeigte und um Stellungnahme bat, kassierte der kurzerhand das Handy ein. Erst auf Protest des Journalisten gab Johnson das Handy wieder zurück und sprach von einem „schrecklichen, schrecklichen Bild“.

Eine am Dienstag veröffentlichte Studie enthüllte zudem, dass die Engpässe im Gesundheitsdienst zu Tausenden Todesopfern führen. Nach der Untersuchung, über die der „Guardian“ in Auszügen berichtete, starben insgesamt 5449 Menschen seit 2016 in England, nur weil sie zu lange in Notfallaufnahmen warten mussten. Die Wartezeiten betrugen demnach zwischen sechs und elf Stunden. Eine Patientenorganisation sprach von „sehr besorgniserregenden Ergebnissen“.

Die Studie war von NHS-Ärzten erstellt worden. Der vierjährige Jack lag mehrere Stunden auf Jacken auf dem Boden der Klinik in Leeds, obwohl bei ihm Verdacht auf eine Lungenentzündung bestand. Johnson sagte nach dem Vorfall am Montag, er habe sich bei den Eltern entschuldigt. Der „Mirror“ berichtete am Dienstag von einem ähnlichen Fall eines Babys, das an Durchfall und einer Ohrenentzündung litt, in einem anderen Krankenhaus. Es gebe nicht genug Betten, Krankenschwestern und Geld, kritisierte die Mutter.

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