Knall beim Apothekerverband: Vizepräsident schmeißt hin

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Wurstbauer will sich nun „mit aller Kraft auf die Arbeit als Vizepräsident der Apothekerkammer konzentrieren“. Und dort hat er auch genug zu tun: Zu seinen Zuständigkeitsbereichen gehören der Medikations-Check und die Medikations-Analyse, Verhandlungen mit der Sozialversicherung, e-Rezept und e-Medikation sowie Fälschungsrichtlinie und Lieferengpässe. Er wolle dort „bestmögliche Ergebnisse für die Apothekerschaft“ erzielen, so Wurstbauer. „Stillstand ist das Letzte, was sich unser Berufsstand und der Apothekerverband in einem sich rasant entwickelnden Umfeld leisten kann.“

Tatsächlich stand Rehak dieses Jahr wegen seiner Amtsführung in der Kritik. Hintergrund war eine vom Verband angestoßene Novellierung des Apothekengesetzes. Kritiker warfen dem Präsidium um Rehak „politische Naivität“ vor, die unwägbare Folgen haben könnte. Konkret ging es um das Modell der Bedarfsplanung: Der Apothekerverband hatte eine Neuregelung vorgeschlagen, nach der die Zahl der Hauptwohnsitze pro bestehender Apotheke abgesenkt werden soll. Pendler sollen nicht mehr berücksichtigt werden, weil dies laut Rehak das Verfahren aufwendig, langwierig und intransparent gemacht hat.

Dagegen rührte sich massiver Protest an der Basis: So schrieb der Apotheker-Club Tirol alle Kollegen im ganzen Land an und beschwerte sich über das Vorgehen der Standesvertreter. Eine derartig weitreichende Änderung mit all ihren unwägbaren politischen Folgen bedürfe einer breiten Diskussion im Kollegenkreis – und nicht eines knappen Beschlusses im Präsidium des Verbands. Rehak hatte zuvor beteuert, dass er bei sich abzeichnender Uneinigkeit das Thema nicht weiterverfolgen werde. Am Ende wurde sein Vorschlag mit nur einer Stimme Mehrheit angenommen. Rehak habe trotzdem noch am selben Tag seinen stellvertretenden Verbandsdirektor ins Ministerium geschickt, ohne den Beschluss der Kammer abzuwarten.

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