Österreich

Auf einen Espresso in die Apotheke Silvia Meixner, 11.11.2017 09:09 Uhr

Kaffee und Apotheke passen gut zusammen: „Kaffee ist die meistgebrauchte Droge der Welt“, sagt Hrovat. „Er hat 800 Inhaltsstoffe, der Hauptstoff ist natürlich Koffein. Als Apotheker kann man das alles klinisch aufdröseln.“ Wenn er Zeit hat, recherchiert er zum Thema: „Es gibt viele nicht definierbare Prozesse. Vor kurzem war ich in Mailand in einem Kaffeelabor, ich bin auf solchen Veranstaltungen immer der Exot. Der Apotheker, der Kaffee macht.“

Er ist davon überzeugt, dass sein Offizin-Kaffee eine positive Sache für Bad Goisern ist. Der Apotheker hat festgestellt: „Eine Espressomaschine in der Offizin ist gut für die Kunden. Sie stehen gemeinsam da und unterhalten sich. Wo trifft man heutzutage noch seine Mitmenschen? Es gibt Supermärkte vor den Toren der Städte und im Zentrum ist alles leer. Eines Tages werden die Menschen froh sein, wenn sie Gelegenheit haben, überhaupt noch mit Mitmenschen sprechen zu können.“ Warum also nicht in der Offizin. Ein kleiner Espresso wärmt Körper und Seele. Außerdem ist er, so Hrovat, gesund. Man erfährt den aktuellen Klatsch und bekommt wie gewohnt Arzneimittel. So wird die Bohne ganz elegant auch zum Kundenbindungsinstrument.

Sein Handwerk hat Hrovat bei einem deutschen Unfallchirurgen gelernt. Steffen Schwarz hatte nach kurzer Zeit als Arzt beschlossen, dass der Beruf doch nichts für ihn ist. Er sattelte auf Kaffee um und gründete in Mannheim das Schulungs- und Forschungszentrum „Coffee Consulate“.

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