„Spielzeitpause“ sinnvoll nutzen

Theater näht Mundschutz Alexandra Negt, 30.03.2020 11:56 Uhr

Berlin - Die Theater sind geschlossen, die Bühnen sind leer. Während viele Abteilungen der Häuser nicht besetzt sind, rattern die Nähmaschinen in den Werkstätten weiter. Auch im Theater Osnabrück nähen die Damenschneiderei zusammen mit ihrer Chefin Christine Saurbier und die Herrenschneiderei waschbaren Mundschutz. Zuerst sollen lokale Pflegedienste ausgestattet werden. Der Umfang der weiteren Produktion steht noch nicht fest.

Die Situation ist fast überall die gleiche: Mundschutz ist schwer bis gar nicht zu bekommen. Nicht nur Kliniken und Apotheken können zurzeit kaum Ware bestellen, auch Pflegedienste haben kaum noch Schutzausrüstung vorrätig. Um diesen Mangel entgegenzuwirken, können einfache Modelle aus Baumwollstoff selbst genäht werden. Im Internet finden sich zahlreiche Anleitungen und Schnittmuster hierzu. Zur Anfertigung werden neben kochfester Baumwolle auch ein Draht zum Fixieren im Nasenbereich benötigt. Neben Nähutensilien, Schere und Bügeleisen sollte auch eine Nähmaschine vorhanden sein, das Nähen per Hand gestaltet sich für Laien schwer.

Mundschutze in größeren Mengen lassen sich so kaum produzieren. Die heimische Herstellung reicht für das engere Umfeld wie Familie und Freunde. Um auch Einrichtungen und Angestellte anderer systemrelevanter Berufe versorgen zu können, haben sich viele Theater dazu entschlossen, die vorstellungsfreie Zeit zu nutzen, um auf den Werkstätten Mundschutz in größerer Stückzahl zu produzieren. Die Damen- und Herrenschneiderein sind optimal ausgestattet, sodass sich in kurzer Zeit relativ große Stückzahlen produzieren lassen.

Auch das Theater Osnabrück entschied sich nach der angeordneten „Spielzeitpause“ dafür Mundschutz herzustellen. Statt barocker Kleider, Uniformen oder Tierkostümen werden in der Damenschneiderei einfache Mundschutzmasken aus Stoffresten hergestellt. „Zu Beginn der Hilfsaktion haben wir mit Baumwollstoffresten aus unserem Bereich gearbeitet, Kolleginnen haben dann aber auch von zu Hause nicht mehr benötigte Bettbezüge oder Geschirrtücher mitgebracht,“ erzählt Christine Saurbier, Leiterin der Damenschneiderei. Die Exemplare seien nicht einheitlich, aber darum gehe es auch gar nicht – Hauptsache es gebe ausreichende Mengen. Eine Sache dürfte jedoch nicht vergessen werden: „Wichtig bei der Auswahl des Stoffes ist immer, dass es sich um Baumwolle handelt, damit die Masken nach Gebrauch bei 95 Grad gewaschen werden können.“ Hier geht Funktionalität nun mal vor Design.

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