Sars-CoV-2: Ivermectin senkt Viruslast

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Berlin - Ivermectin ist aus der Behandlung von Scabies und Rosacea bekannt. Australische Forscher haben Ergebnisse einer In-vitro-Studie zur Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 veröffentlicht.

Ivermectin ist zur Behandlung von verschiedenen Parasiteninfektionen geeignet. Dazu gehören intestinale Strongyloidiasis, eine durch den Fadenwurm Strongyloides stercoralis verursachte Darminfektion, sowie die Mikrofilarämie bei Patienten mit einer durch Wuchereria bancrofti verursachten lymphatischen Filariose. Außerdem wird der Arzneistoff zur Therapie von Scabies beim Menschen eingesetzt.

Ivermectin bindet mit hoher Affinität an Glutamat-gesteuerte Chloridkanäle der Nerven- und Muskelzellen von Krätzmilben und erhöht somit die Durchlässigkeit der Membran für Chloridionen. Es kommt zu einer Hyperpolarisation der Zellen und schließlich zu Lähmung und Absterben der Parasiten.

Allerdings zeigte Ivermectin in der Vergangenheit auch antivirale Eigenschaften. So konnte in-vitro dokumentiert werden, dass der Arzneistoff die Replikation von beispielsweise HIV, Dengue-Fieber, Influenza und Zika unterbinden kann.

Ivermectin und Sars-CoV-2

In der vergangenen Woche wurden die Ergebnisse einer Studie zu Ivermectin und Sars-CoV-2 im Fachmagazin „Antiviral Research“ veröffentlicht. Australische Wissenschaftler haben im Rahmen einer In-vitro-Studie dokumentiert, dass Ivermectin virale Sars-CoV-2-RNA in sogenannten Vero-Zellen (Vero-hSLAM) nach 24 Stunden um 93 Prozent reduzieren kann – nach 48 Stunden konnte eine Reduktion um 99,8 Prozent gezeigt werden. Die Daten belegen eine 5000-fache Reduktion der Sars-Cov-2-RNA. „Die Ergebnisse zu Ivermectin rechtfertigen weitere Untersuchungen zum möglichen Nutzen beim Menschen“, so die Forscher.

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