Nur noch für Risikogruppen und anlassbezogen

Holetschek warnt vor Bürokratie bei Bürgertests

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Berlin -

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erwartet Nachbesserungen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) bei den Bürgertests. Vor allem müsse die Umsetzung unbürokratisch über die Bühne gehen.

Holetschek sagte am Freitag in Berlin: „Es ist wichtig, dass es weiterhin kostenfreie Tests für bestimmte Gruppen geben wird. Ich gehe davon aus, dass Minister Lauterbach wie angekündigt auch pflegenden Angehörigen kostenfreie Tests ermöglicht. Diese sind auch besonders schützenswert. Es kann nicht sein, dass ein pflegender Angehöriger drei Euro bezahlen soll, wo er doch die Alten- und Pflegeheime entlastet!“

Lauterbach hatte zuvor mitgeteilt, dass abgesehen von den vulnerablen Gruppen eine Eigenbeteiligung von Bürgerinnen und Bürger von drei Euro je Test vorgesehen ist. Die restlichen Kosten trägt der Bund. Holetschek betonte dazu: „Bürokratie und Pandemie vertragen sich auch bei diesem Thema nicht. Ich erwarte, dass die mit der Gebühr verbundene Bürokratie auf Sparflamme gehalten wird. Das Testen muss leicht zugänglich bleiben.“

Er fügte hinzu: „Die schleppende Debatte um die Testverordnung sollte für alle ein Weckruf sein. Nun muss das BMG eine unbürokratische Umsetzung ermöglichen und langfristige Planungen sicherstellen. Für den Sommer wünsche ich mir, dass wir wegkommen von einer Politik auf den letzten Drücker und hin zu vorausschauenden und zeitlich gut getakteten Maßnahmen. Das ist wichtig, damit wir den Bürgerinnen und Bürgern unsere Politik auch erklären können.“

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