Corona-Impfung: Wer braucht den Booster nach dem Booster?

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Berlin -

Diese Hoffnung hatten viele: Boostern lassen und die Pandemie ist endlich vorbei. Doch es könnten weitere Impfungen folgen. Wie oft und wie lange müsste das sein?

Die nachlassende Wirkung der Corona-Impfstoffe und neue Varianten des Coronavirus haben die Hoffnung gedämpft, die Pandemie schnell in den Griff zu bekommen. Die Grundimmunisierung reicht schon lange nicht mehr, um Covid-19 hinter sich zu lassen. Das aktuelle Zauberwort heißt Booster, danach könnte gar der Booster-Booster folgen. In Israel – Vorreiter bei den Corona-Impfungen – wird diese vierte Dosis besonders von Corona gefährdeten Menschen schon verabreicht. Sie bewirkt zwar einen erneuten Anstieg der Antikörper. Kurz nach der vierten Impfung sei man aber wieder auf demselben Stand wie kurz nach der dritten, ergaben die israelischen Daten. Heißt das, dass wir uns etwa alle drei bis vier Monate erneut gegen das Coronavirus impfen lassen müssen?

Sebastian Ulbert, Impfstoff-Forscher vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, unterscheidet bei dieser Frage zwischen immungesunden und immunschwachen Menschen. Das bedeutet: Die Gabe einer vierten Dosis kommt für Ulbert vorerst nicht für alle infrage, sondern wie in Israel primär für Ältere und Risikogruppen. Auch Christine Falk, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI), sieht eine vierte Dosis eher für Hochbetagte. Derzeit gehe es auch darum, besonders Altenheime vor Omikron zu schützen. Einige Menschen aus bestimmten Gruppen, wie Transplantierte zum Beispiel, hätten sich auch schon vier Mal impfen lassen, berichtet die Immunologin.

Für den größten Teil der Bevölkerung spiele der Booster-Booster aber vorerst keine Rolle. „Die vierte Impfung braucht die Normalbevölkerung mit gesundem Immunsystem nicht“, sagt Falk. Für Ulbert ist es noch unklar, ob und wie die Wirkung der dritten Impfung bei Immungesunden nachlässt. Es könne auch sein, so der Impfstoffexperte, dass man „wesentlich länger“ vor schweren Corona-Erkrankungen geschützt ist. Für DGfI-Präsidentin Falk steht derzeit im Vordergrund, die breite Bevölkerung mit einer dritten Impfung zu boostern, um damit „aus dem Winter rauszukommen“.

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