Indien: Booster bald per Nasenspray?

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Berlin -

Bislang müssen die Schutzimpfungen gegen Covid-19 als Spritze verabreicht werden. In Indien könnte sich das – zumindest bei den Boostern – bald ändern. Einem Bericht zufolge hat die indische Arzneimittelbehörde dem Unternehmen Bharat Biotech die Genehmigung für Phase-III-Studien mit einem nasalen Corona-Impfstoff erteilt, der künftig als Auffrischimpfung dienen könnte.

Der Antrag soll bereits im Dezember beim Drugs Controller General of India (DCGI) eingereicht worden sein. Ein wesentlicher Vorteil der Darreichungsform soll die einfachere Verteilung im Rahmen von Massenimpfprogrammen sein. Dem Bericht zufolge soll das Fachexperten-Komitee des DCGI nun die Genehmigung zur Durchführung einer Phase-III-Überlegenheitsstudie als Auffrischungsdosis genehmigt haben.

Hintergrund der Genehmigung ist, dass auch in Indien die Omikron-Variante auf dem Vormarsch ist. Heute wurden in Indien mehr als 58.000 neue Fälle gemeldet. Rund ein Drittel der Infektionen entfällt dabei auf die Städte Delhi und Mumbai. Aus Angst vor einer dritten Welle, wurden in Delhi aktuell wieder Ausgangssperren und weitere Beschränkungen verhängt.

Covaxin: Totimpfstoff aus Indien

Bharat Biotech hat mit Covaxin bereits einen Totimpfstoff auf dem Markt. In Studien konnte das Vakzin eine Wirksamkeit von 80 Prozent erzielen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Impfstoff daher bereits seit längerem auf der Liste der empfohlenen Impfstoffe gegen Sars-CoV-2. Covaxin wurde gemeinsam mit der University of Wisconsin-Madison entwickelt. Für die Impfstoffherstellung wurden die Viren zunächst in Zellkulturen vermehrt und dann mit Beta-Propiolacton inaktiviert. Als Wirkverstärker ist Imidazoquinolin enthalten, welches an Alaun gebunden ist.

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