Linke kritisiert ApoVWG

„Apothekenausverkauf auf Raten“

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Berlin -

Apotheken brauchen laut Evelyn Schötz (Linke) deutlich mehr Unterstützung, als der Entwurf zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) vorsieht. Daher hat ihre Fraktion einen eigenen Antrag eingebracht, den die Regierung am besten als Grundlage für ihre Vorhaben übernehmen sollte.

Apotheken seien das Rückgrat der Versorgung, aber die versprochenen 9,50 Euro seien im Entwurf nicht zu finden. Sie habe den Eindruck, das sei eher eine Reform für die Pharmalobby, denn hier werde die Tür zur reinen Medikamentenabgabe geöffnet, zum Beispiel in Drogerieketten.

„Das ist hochgefährlich, die Apotheken bleiben im Regen stehen, das Sterben geht ungehindert weiter.“

Eine Apotheke vor Ort zu haben, dürfe keine Frage vom Standort oder vom Geldbeutel sein.

Versand allenfalls eine Notlösung

Deshalb fordere die Linksfraktion eine sofortige Anhebung und dauerhafte Dynamisierung des Fixums. Apotheken müssten in ihren Aufgaben gestärkt, strukturell eingebunden und fair finanziert werden. „Schädliche Rabattverträge und Importvorgaben“ müssten abgeschafft werden.

Die Sicherstellung der lokalen Versorgung müsse Priorität haben, der Versandhandel könne allenfalls eine Notlösung sein, wenn es keine Apotheke vor Ort mehr gebe. Und Apotheken müssten sich so viel Personal leisten können, wie es die Abgabemenge und Beratungsleistung erfordere.

Die Reform stabilisiere die Versorgung nicht, sondern sei ein „Apothekenausverkauf auf Raten“, so Schötz.

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