Apotheke mit Abwasser geflutet

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Nach seiner Erfahrung funktioniert eine wirksame Schadenbekämpfung nur, wenn alle Beteiligten vorab miteinander abgestimmt sind. Damit bei Bedarf alles von vornherein Hand in Hand ablaufe, hätten sich im Heilwesennetzwerk eine Vielzahl von Dienstleistern rund um die Gesundheitsberufe zusammengeschlossen, so Jeinsen. Der Versicherer gehe nach Begutachtung in der Apotheke im Augenblick von rund 25.000 Euro Schaden aus. Wäre nicht sofort aufgeräumt und gereinigt worden, wäre der Schaden sicher deutlich höher, schätzt Jeinsen.

Richtig teuer wird es, wenn es zu einer Betriebsunterbrechung kommt. Eine Apotheke in Lichtenrade hat vor vier Jahren diesen Alptraum durchlebt. Bis der Pharmazierat die Wiedereröffnungsrevision durchgeführt hatte, war ein sechsstelliger Schaden entstanden. Deshalb ist für Jeinsen entscheidend, dass Apotheker in der Schadensituation entlastet werden, damit sie den Betrieb wenn irgend möglich am Laufen halten können.

Für größere Schadenslagen haben Jeinsen und seine Kollegen im Rahmen des Heilwesennetzwerks die Interessenvereinigung Apotheken- und Praxisschutz (IAP) gegründet, deren Mitglieder bundesweit Apotheken im Schadenfall betreuen. Sie sollen Ansprechpartner vor Ort koordinieren, von der Versicherung über Glaser oder Schlosser bis zum IT’ler oder Spezialanwälten. Muss sich der Apotheker um alles selbst kümmern, würden häufig Maßnahmen oder Fristen versäumt, so Jeinsen.

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