Schlammlawine vernichtet Apotheke

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Berlin -

Ein Drittel der bayerischen Stadt Simbach am Inn wurde gestern überschwemmt. Nach anhaltenden Regenschauern war ein Damm gebrochen. Von den Überschwemmungen ist auch die Stadt-Apotheke von Inhaberin Constanze Callies betroffen. In ihrer Apotheke steht der Schlamm, das Warenlager ist vernichtet. Doch Callies hat noch schwerwiegendere Sorgen.

Schon über Tage habe es geregnet, sagt Callies. Doch gestern am frühen Nachmittag brach ein Staudamm und das Wasser überschwemmte die Kleinstadt an der Grenze zu Österreich. „Die Feuerwehr und das THW sind in der Apotheke – ganz Simbach ist voller Einsatzkräfte“, so Callies.

Sie hat die Apotheke erst 2013 von ihrem Vater übernommen. Nun entfernt die Feuerwehr Schlamm aus den Räumlichkeiten. „Vielleicht können wir die Einrichtung nach dem Trocknen noch verwenden“, sagt sie. Allerdings könne es sein, dass diese aufquillt und damit ebenfalls unbrauchbar werde.

Auch das Haus von Callies wurde überschwemmt, die Apothekerin hat ihren privaten Besitz verloren. „Aber wir haben überlebt“, sagt sie. Fünf Menschen sind nach Angaben der Polizei in Bayern nach der Überschwemmung umgekommen. Mehrere Personen werden noch vermisst. Unter ihnen ist Callies' Mutter.

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