Lieferungen werden beschlagnahmt

Schutzkleidung: Apotheken im Stich gelassen

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Doch bislang scheint es bei offizieller Stelle wenig Verständnis für die Teams in den Apotheken zu geben. Eine andere Apotheke aus Hessen hatte sich direkt bei ihrer Aufsichtsbehörde gemeldet und beim Gesundheitsamt nachgefragt, ob es beim Thema Schutzkleidung/Masken oder Desinfektionsmittel noch Unterstützung gibt. Zwar stellt die Apotheke derzeit noch selbst Desinfektionsmittel her, doch die Bestände werden knapp. Man habe dem Gesundheitsamt mitgeteilt, dass die Apotheke schließen würde, wenn keine Desinfektionsmittel mehr verfügbar seien.

Die Antwort der Behördenleitung hat die Inhaberin mehr als erstaunt: In der Apotheke benötige man keinen Schutz über den normalen Abstand hinaus, denn es würden ja keine Menschen untersucht, hieß es. Der Amtsapotheker sei auch keine Hilfe gewesen, sondern habe auf die Beschaffung auf dem freien Markt verwiesen.

Apotheker Spaniel hat zwischenzeitlich zumindest eine provisorische Lösung: Eine Kundin hat für das Team der Löwen-Apotheke in Heimarbeit selbst Masken genäht. „Die Patienten versorgen die Apotheken – nicht der Staat“, so Spaniel lakonisch.

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