Rakete setzt Apotheke in Brand

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Berlin - Fehlstart ins neue Jahr: Eine fehlgeleitete Silvesterrakete löste in einer Apotheke in Mecklenburg-Vorpommern einen Schwelbrand aus. Nur dank glücklicher Umstände entkam der gerade erst aufwändig renovierte Betrieb einer Katastrophe.

Der Marktplatz von Teterow gilt als zentrales Schmuckstück der 9000-Einwohner-Stadt im Landkreis Rostock. Immer zu Silvester trifft sich die Bevölkerung hier, um mit Feuerwerk das neue Jahr zu begrüßen. Der Start ins Jahr 2018 hätte um ein Haar das Ende der Rats-Apotheke eingeläutet, berichtet ihr Besitzer Armin Noeske. „Eine fehlgeleitete Rakete verklemmte sich unter dem Dachfirst des denkmalgeschützten Hauses. Sie fraß sich durch den dämmenden Schaumstoff in einen 200 Jahre alten Balken.“

Bereits 2008 hatte ein verirrter Feuerwerkskörper das Gebäude in Brand gesteckt. „Danach schob ich acht Jahre an Silvester Brandwache“, erzählt Noeske. Nur diesmal nicht: „Ich hatte an Weihnachten Notdienst geschoben und fuhr zum Jahreswechsel zu den Eltern meiner Frau nach Berlin.“ Eine Mieterin aus dem Haus erzählte ihm telefonisch von der Bescherung. „Ich hätte anderthalb bis zwei Stunden mit dem Auto gebraucht, um wieder zurück nach Teterow zu kommen. Zum Glück konnte ich eine Mitarbeiterin erreichen, die sich sofort zu Fuß zum Ort des Geschehens aufmachte und mit der Feuerwehr kommunizierte.“

Eine Verkettung glücklicher Umstände habe Schlimmeres verhindert. „Die Feuerwehr war schnell und mit genügend Einsatzkräften vor Ort.“ Zudem habe es vor nicht allzu langer Zeit schon in einer alten Mühle gebrannt, in der heute eine Gaststätte untergebracht sei. „Bei diesem Einsatz musste Dreiviertel des Dachs abgedeckt werden. Danach hat sich die Feuerwehr wohl eine Wärmebildkamera angeschafft, mit der sie jetzt das Glutnest genau lokalisieren konnte. So reichte es, ein etwa ein mal ein Meter großes Loch in unser Dach zu fräsen, um den Brand zu löschen.“

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