Aufgebrochener Verschluss und zerbeulte Packung

Kunde entsetzt: B-Ware von der Versandapotheke? Carolin Ciulli, 07.10.2019 10:32 Uhr

Berlin - Versandapotheken nehmen in der Regel keine Produkte zurück – außer sie sind beschädigt. Ein Apotal-Kunde wunderte sich, warum sein Paket verschiedene zerbeulte Packungen und sogar eine Flasche Mundwasser mit aufgebrochenem Original-Siegel erhielt. „So hätte die Lieferung nie das Lager verlassen dürfen, gerade vor dem Hintergrund der Vorfälle in der Kölner Apotheke“, sagt er. Er vermutet, Retourenware erhalten zu haben. Mit der Erklärung des Versenders ist er nicht zufrieden.

Der Kunde bestellt seit etwa zwei Jahren bei Apotal. Er wechselte von DocMorris zum Webshop der Bad Apotheke in Bad Rothenfelde, weil dort die Preise meist etwas günstiger sind, wie er sagt. Etwa alle zwei Monate gibt er eine Bestellung auf. Dabei handele es sich aber nie um verschreibungspflichte Produkte. Dafür gehe er immer in die Vor-Ort-Apotheke. Online beziehe er damit etwa 50 Prozent seiner Apothekenprodukte. Bislang war er stets zufrieden.

Als er Ende September sein Paket von Apotal erhielt, war zunächst nichts Ungewöhnliches zu entdecken. Das Päckchen sei von außen völlig unversehrt gewesen, sagt er. Doch beim Öffnen entdeckte er sofort die Misere: Die bestellte Bepanthen Wund- und Heilsalbe war stark zerbeult und die Umverpackung sogar teilweise eingerissen.

Für ihn noch schlimmer: Bei der gelieferten Flasche Chlorhexamed Forte war das rote Originalitäts-Siegel am Verschluss aufgebrochen. Das sei ein „No-Go“, kritisiert er. Er schrieb umgehend an die Versandapotheke und forderte eine Gutschrift. „Als zahlender Kunde habe ich das Recht auf ordnungsgemäße Ware in Top-Zustand, außer es wird darauf hingewiesen, dass es sich um B-Ware handelt.“ Eine Flasche mit aufgebrochenem Originalverschluss dürfe jedoch sicher nicht mehr in das Lager übernommen, geschweige denn erneut versendet werden.

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