Holen lassen statt Botendienst

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Diese Rechnung ist das Vertriebsargument für die Abholfächer. Denn die kosten bei PSS je nach Größe zwischen 12.000 und 24.000 Euro. In der kleinsten Version gibt es 15 Abholfächer, die größeren Modelle haben 30, 60 und 90 Fächer. Wenn man schon den Aufwand mit einem Wanddurchbruch betreibt, sollte die Lösung auch zukunftsfest sein, findet Lang. Er rät deshalb dazu, lieber kein zu kleines Gerät zu beschaffen. Auf Wunsch können Notdienstklingel und Gegensprechanlage integriert werden, eine automatische Notdienstanzeige ist schon enthalten.

Der Kunde kann wählen, ob er per eMail oder SMS benachrichtigt werden möchte, wenn seine Arzneimittel abholbereit sind. Bestückt werden darf der Automat nur von Approbierten oder PTA. Eine weitere rechtliche Voraussetzung ist, dass sich das Gerät in den Betriebsräumen der Apotheke befinden muss. Die Blende zur Außenseite ist nach PPS-Angaben isoliert, sodass in den Fächern dieselbe Temperatur herrscht wie in der Apotheke. Eine eigene Klimatisierung wäre zwar möglich, Lang zufolge aufgrund der rechtlichen Vorgaben für die Offizin aber überflüssig.

Rechtlich noch nicht zulässig ist eine Anbindung an den Kommissionierautomaten. Marktführer Rowa hatte vor nunmehr zehn Jahren die entscheidende Schlacht um sein Abholterminal Visavia vor dem Bundesverwaltungsgericht verloren. Seitdem wartet der Markt darauf, das sich die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland ändern. Auch PSS wäre im Prinzip bereit dafür: Eine Anbindung über Förderband und Wendelrutsche ist möglich, Schnittstellen zu allen Herstellern entwickelt. Nur erlaubt ist die Anbindung eben derzeit nicht.

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