Hyposensibilisierung

Glaeske: Immuntherapie nur bedingt geeignet APOTHEKE ADHOC, 23.02.2018 14:05 Uhr

Berlin - Hyposensibilisierung ist nur bedingt zur Behandlung von Heuschnupfen-Patienten geeignet, sagt Professor Dr. Gerd Glaeske in der aktuellen Ausgabe von Stiftung Warentest.

Im Interview erklärt Glaeske, wie Immuntherapie funktioniert, welche Arten es gibt und welche Risiken sie haben. Die subkutante Immuntherapie – Scit – hält er nur mit Einschränkungen für geeignet. Eine Reihe von Studien belege die Wirksamkeit der Therapie. Womöglich könne sie sogar die Entstehung von neuen Allergien und den Etagen-Wechsel verhindern. Dies müsse aber noch besser untersucht werden.

Als Nebenwirkungen könnten schwere allergische Reaktionen bis hin zum Kreislaufschock auftreten. „Das passiert zwar in weniger als einem von 1000 Fällen, ist aber lebensbedrohlich“, so Glaeske. Patienten sollten darum nach jeder Spritze 30 Minuten in der Praxis bleiben.

Bei der sublingualen Immuntherapie – Slit – seien schwere Nebenwirkungen seltener, könnten aber nicht völlig ausgeschlossen werden. Zu Heuschnupfen gäbe es mittlerweile zahlreiche Wirksamkeitsbelege. Bei allergischem Asthma sei die Studienlage allerdings noch nicht so gut wie bei Spritzen. Darum sei sie ebenfalls nur mit Einschränkungen geeignet.

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