Diebstahlschutz bei Rezeptkontrolle

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Auch die Kontrolle bezüglich Unregelmäßigkeiten und vermeintlichem Diebstahl sei zeitnah möglich: „Ermittelt werden die Anzahl der gescannten Rezepte, der Umsatz, Zuzahlungen und die Anzahl der abgegebenen Packungen.“ Diese Daten könnten für ein internes Erlöskontrollsystem genutzt werden und Abweichungen bei den GKV-Erlösen zeitnah aufklären. „Bei auftretenden Problemen kann man schnell reagieren und ist auch für die elektronische Betriebsprüfung gut vorbereitet“, sagt Glaß, der dadurch bereits Betrügereien aufdecken konnte. Das Tool schaffe maximale Transparenz in der gesamten GKV-Abrechnung und sei für jeden Kollegen ratsam. Zuvor sei nur eine monatliche Ermittlung der gesamten Rezepterlöse möglich gewesen.

Über den Scanner sei zudem eine papierlose Buchführung möglich, sagt Glaß. Die Belege auch Tankquittungen oder Handwerkerrechnungen gingen direkt an das Steuerbüro. „Ich habe die Vorteile unterschätzt.“ Bei den vielen gesetzlichen Anforderungen, die Apothekenmitarbeiter beachten müssten, denke man nicht immer an alles, so Glaß. Das Programm sei als Endkontrolle „unerlässlich“. Für die Mitarbeiter entstehe zudem ein nachhaltiger, positiver Lerneffekt, da sie zeitnah und nicht erst Wochen später nach Eingang der Retaxation auf Fehler hingewiesen würden.

Mit der Software wurden bisher rund 7 Millionen Rezepte kontrolliert. Mehrere Hunderttausend Euro als Volumina seien über PZN und die Taxe aufgefallen und konnten korrigiert werden, so Henkel. Das Programm ist auch für ADG-Kunden erhältlich. Sie können die Software in den ersten zehn Monaten für 29 Euro und im Anschluss für 59 Euro monatlich erwerben. Die Vertragslaufzeit beträgt drei Jahre und kann in den ersten drei Monaten jederzeit gekündigt werden.

Diebstähle durch Mitarbeiter können das Betriebsklima auf eine Bewährungsprobe stellen. Wie sollte man als Team damit umgehen? Und welche Maßnahmen sollte der Inhaber ergreifen können, um den Täter zu finden? Diskutiert mit im LABOR, der Apotheken-Crowd von APOTHEKE ADHOC.

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