Diebstahlschutz bei Rezeptkontrolle

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Berlin - Arztunterschrift, BtM-Höchstmenge, Einnahmehinweise: Die Rezeptkontrolle ist ein wichtiger Schritt im Apothekenalltag. Um Retaxationen zu vermeiden und die Fehlerquote direkt in der Apotheke zu senken, hat das Rechenzentrum AvP eine Kontrollsoftware auf dem Markt. Zusätzlich zur Rezeptprüfung kann ScanAdhoc auch auf Diebstähle durch Mitarbeiter aufmerksam machen.

Rezepte können mit ScanAdhoc in der Apotheke direkt nach dem Rezeptdruck geprüft werden. Per Knopfdruck werden alle relevanten Rezeptdaten etwa auf Formfehler, Rezeptanzahl und Arztunterschrift kontrolliert. Bei dem Tool habe zu Beginn die Sicherheit vor Retaxationen im Mittelpunkt gestanden, sagt AvP-Vertriebschef Klaus Henkel. Apothekenmitarbeiter könnten unmittelbar auf Fehler reagieren, solange die Rezepte noch vor Ort sind.

Die Daten werden noch vor der Abholung der Rezepte verschlüsselt an das Rechenzentrum zur direkten Plausibilitätsprüfung geschickt. Insgesamt werden 14 rein formale Aspekte wie die Telefonnummer des Arztes sowie 48 Aspekte, die Retax-relevant sind, kontrolliert. Die Angestellten können die Tagesabrechnung nach Schlagworten wie Blister, GKV- und PKV-Rezepten durchsuchen. Dadurch reduziere sich die manuelle Kontrolle. „Das wurde uns durch eine APOSCOPE-Umfrage jüngst bestätigt“, so Henkel.

Das Tool wird laut Henkel in Zusammenarbeit mit Apotheken stetig erweitert. „Jetzt werden immer mehr Möglichkeiten wie der Abgleich mit der Warenwirtschaft ergänzt und das Produkt bekommt dadurch immer mehr Dynamik.“ Henkel hofft, mit ScanAdhoc den Mitarbeitern die Angst vor Fehlern und Retaxierungen zu nehmen. AvP-Kunden zahlen dafür 29 Euro pro Monat. „Das ist lediglich ein Euro pro Tag für eine schnelle und qualitativ hochwertige Leistung.“ Zusätzlich nötig sind wertige Scanner, die in der Regel zwischen 500 und 600 Euro kosten.

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