Covid-19-Impfstoffe: Bitte weiterreichen

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Berlin - Auch für die letzte Augustwoche gibt es genügend Covid-19-Impfstoffe. Die Kassenärzt:innen können Vakzine von Biontech, AstraZeneca und Johnson & Johnson ohne Höchstgrenzen bestellen. Wer zuviel hat, soll die Vials an Kolleg:innen vermitteln.

Arztpraxen können für die Woche vom 23. bis 29. August unbegrenzt Covid-19-Impfstoff bestellen. Der Bund stelle Vakzine in ausreichenden Mengen bereit, teilt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit. Apotheken sollen bis Dienstagmittag (17. August) Bestellungen entgegennehmen. Moderna wird dabei auch diesmal keine Rolle spielen.

Nach wie vor sollen Erst- und Zweitimpfungen mit separaten Rezepten getrennt werden. Dadurch können Bestellungen für Zweitimpfungen vorrangig beliefert werden, sollten unerwartet doch Engpässe auftreten. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) gehe jedoch davon aus, dass alle Bestellung beliefert werden könnten. „Es hat darum gebeten, nur die Impfstoffmenge zu bestellen, die die Praxis in dieser Woche verimpfen kann. Arztpraxen, die Impfstoffe im Kühlschrank haben, die sie wegen der rückläufigen Nachfrage nicht benötigen, dürfen diese an Kolleginnen und Kollegen weiterreichen“, heißt es.

Auch die Abda verwies zuletzt noch einmal auf die Möglichkeit der gelockerten Verteilung der Impfstoffe. Durch die Allgemeinverfügung zur Sicherstellung der flächendeckenden Verteilung von Impfstoffen gegen Covid-19 können Apotheken die Impfstoffe auch an Praxen und Betriebsärzt:innen abgeben, die nicht regulär von der Apotheke versorgt werden. Auch die Belieferung von Impfzentren ist möglich.

Die anhaltende Impfmüdigkeit der Deutschen lässt sich an einer Statistik des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) erkennen. Demnach liegt die Zahl der unverimpften Dosen bei 9,8 Millionen und ist seit Ende Juni deutlich gestiegen. Vials werden deshalb an das Ausland abgegeben: Deutschland verzichtet vorerst auf Impfstoffdosen von AstraZeneca und Janssen. Insgesamt wurden seit Start der Impfkampagne rund 95 Millionen Impfdosen verabreicht. 54,8  Prozent der Gesamt­bevölkerung sind vollständig geimpft (Stand 8. August).

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