Abgabe an andere Länder

Deutschland verzichtet auf J&J-Impfstoff

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Berlin -

Deutschland gibt erste Corona-Impfdosen für andere Länder mit akutem Bedarf ab. Ab sofort und bis auf weiteres werden alle Lieferungen des Herstellers AstraZeneca an die internationale Hilfsinitiative Covax gespendet, wie das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage in Berlin mitteilte. Auch auf Dosen von J&J will man zunächst zugunsten anderer EU-Staaten verzichten.

In einem ersten Schritt sollen knapp 1,3 Millionen Dosen Vaxzevria direkt an die Hilfsinitiative Covax gehen, in Deutschland kommen demnach keine Lieferungen mehr an. Zuerst berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag) darüber.

Außerdem verzichtet die Bundesregierung zugunsten anderer EU-Staaten, die Bedarf haben, im Monat August auf Dosen von Johnson & Johnson, die Deutschland nach EU-Verträgen zustehen würden. Je nach Bedarf in Deutschland soll die vertraglich vereinbarte Menge später geliefert oder dann an andere Staaten abgegeben werden können.

Minister Jens Spahn (CDU) sagte dem RND: „Es ist in unserem ureigenen nationalen Interesse, die Welt zu impfen. Denn diese Pandemie ist erst wirklich vorbei, wenn das Virus weltweit unter Kontrolle ist.“ Deutschland engagiere sich bereits finanziell stark bei Covax. „Nun werden wir erstmalig auch Impfdosen aus unseren Verträgen an Covax abgeben.“ Das Kabinett hatte Anfang Juli beschlossen, bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten abzugeben. Davon sollen 80 Prozent Covax zur Verfügung gestellt werden und 20 Prozent direkt an andere Länder gehen.

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