Corona-Impfstoffe: Umstellung wird verschoben

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Berlin - Eigentlich sollte es ab Oktober kein Impfzubehör mehr vom Großhandel geben. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) sah eine separate Bestellung vor. Nun – kurz vor der ersten Auslieferung – wird die Sache noch einmal verschoben, alles bleibt beim Alten. Bestellt haben die Ärzt:innen jedoch bereits.

Mit der Auslieferung der Impfstoffe in der KW 40 sollte sich einiges ändern: Neue Leistungserbringer kommen hinzu, endlich kann auch Spikevax in den Praxen zum Einsatz kommen, Comirnaty kann länger gelagert werden und die automatische Lieferung von Impfzubehör durch den Großhandel sollte beendet werden. Nun gibt es erneut Änderungen. Die Bestellung für die KW 40 ging jedoch bereits am 21. September raus.

Eigentlich war vorgesehen, dass das Impfzubehör ab übernächster Woche nicht mehr automatisch Vial-bezogen vom Großhandel mitgeliefert werden. Die Ärzt:innen sollten ihren tatsächlichen Bedarf selbst bestellen. Das BMG hat nun entschieden, dass alles beim Alten bleibt: Der Großhandel legt die benötigten Spritzen, Kanülen und Miniplascone wie gewohnt und bis auf Weiteres der Impfstoffbestellung bei. Einen gesonderten Auftrag wird es nicht geben.

„Dies erfolgt automatisch für die Auslieferung der Impfstoffe am 4. Oktober, auch wenn Impfzubehör nicht auf der ärztlichen Verordnung bestellt wurde“, informiert die Abda. An dem Auslieferungstag könnte es also dazu kommen, dass zu viel Impfzubehör in die Apotheke geliefert wird. Praxen, die die Spritzen und Kanülen separat bestellt haben, werden ebenfalls durch die automatische Beilage des Großhandels mit Zubehör versorgt.

Die von der Abda, KBV und dem Phagro gemeinsam erstellte Aufstellung zum Impfzubehör wurde um das mRNA-Vakzin von Moderna ergänzt. Die Auflistung enthält einen Puffer von 10 Prozent. Ein Vial Spikevax enthält 10 Dosen. Demnach werden jeder Durchstechflasche elf 1 ml Spritzen und elf Kanülen beigelegt. Alternativ können auch elf festkonnektierte Spritzen-Kanülen-Kombinationen beigelegt werden.

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