Kreditgebühren

Apobank drohen Millionen-Rückzahlungen Alexander Müller, 03.11.2014 12:38 Uhr

Berlin - Banken müssen unzulässige Kreditbearbeitungsgebühren rückwirkend an ihre Kunden zurückzahlen. Apotheker können mit guten Aussichten Gebühren für ihre Privatdarlehen einfordern, bei Unternehmerkrediten besteht Experten zufolge ebenfalls Hoffnung. Rückzahlungen drohen auch der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank), die jahrelang ebenfalls Gebühren für Darlehensverträge erhoben hat. Die Bank hält sich bei dem Thema noch sehr bedeckt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in der vergangenen Woche entschieden, dass Bankkunden auch zu Unrecht kassierte „formularmäßige Gebühren“ älterer Kreditverträge zurückfordern dürfen. Wer noch bis Jahresende Ansprüche stellt, kann mit seinen Forderungen bis in das Jahr 2004 zurück. Hintergrund der vom BGH großzügig ausgelegten Verjährungsfristen ist die zuvor unklare Rechtslage.

Die Apobank hat einer Sprecherin zufolge zwischen 2006 und 2012 solche Gebühren erhoben. Diese seien im Rahmen der Vertragsverhandlungen immer „sehr transparent“ gewesen und in den Jahreszins mit eingeflossen, so die Sprecherin. In welchem Umfang dies geschehen ist und welches Risiko damit insgesamt für die Genossenschaft besteht, dazu äußert man sich in Düsseldorf derzeit nicht.

Insgesamt hat die Apobank zwischen 2006 und 2012 Kredite in Höhe von knapp 35 Milliarden Euro neu vergeben. Vor 2007 lagen die Bearbeitungsgebühren dem Vernehmen nach zwischen 0 und 2 Prozent des Gesamtvolumens, ab 2007 typischerweise bei 1 Prozent. Im schlimmsten Fall schweben Rückforderungen in der Größenordnung eines dreistelligen Millionenbetrags über der Apoba

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