Warnung an Großhandelsapotheken

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Berlin - Am Wochenende endet die Übergangsfrist für die Umsetzung der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) – doch noch sind nicht alle Fragen geklärt. So gibt es etwa unterschiedliche Rechtsauffassungen zu der Frage, wie die Apotheke vom eigenen Großhandel getrennt sein muss. Die Rechtsanwälte Lothar Hermes und Michael Zach warnen davor, die Großhandelserlaubnis vorschnell abzugeben.

Hermes kritisiert, dass die Aufsichtsbehörden das Ende der Übergangsfrist nutzen, um die Apotheken aufzufordern, Großhandel und Apothekenbetrieb nicht nur räumlich, sondern auch rechtlich zu trennen. „Wir sehen da eine gewisse Praxis bei den Aufsichtsbehörden, nicht nur in Sachsen“, so der Verwaltungsrechtler aus Dresden.

Symptomatisch ist laut Hermes beispielsweise folgendes Vorgehen: Sobald ein Apotheker die Trennung der Räumlichkeiten bei der Aufsicht anzeigt, nehmen die Aufsichtsbehörden dies zum Anlass, eine neue Großhandelserlaubnis auszustellen. Damit einher geht die Aufforderung an die Apotheker, die alte Erlaubnis zurückzugeben.

Sein Kollege Zach, Fachanwalt für Medizinrecht in Mönchengladbach, rät aber dringend davon ab, die eigene Urkunde an die Aufsicht zurückzusenden: „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in der neuen Erlaubnis inhaltliche Veränderungen vorgenommen werden und dadurch die Verbindung zwischen dem Inhaber der Großhandelserlaubnis und dem Betriebsort der Apotheke aufgehoben oder zumindest eingeschränkt wird“, warnt er.

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