Spahn verbietet Warteschlangen in Apotheken

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Berlin - Patienten sollen beim Arzt nicht mehr so lange warten müssen. Deshalb bekommen Hausärzte jetzt Geld dafür, dass sie Patienten schneller zu einem fachlich spezialisierten Kollegen schicken. Vereinfacht ausgedrückt. Aber Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist noch etwas aufgefallen: Auch in Apotheken gibt es hin und wieder Warteschlangen. Die müssten ebenfalls gesetzlich verboten werden.

In Apotheken ist ja bekanntlich fast alles geregelt, bis hin zum Abstandshalter auf dem Fußboden für eine diskrete Beratung. Doch zu Stoßzeiten – ob Grippe- oder Schnäppchen-induziert – kann es in der Offizin so voll werden, dass die Klebestreifen einfach übertrampelt werden.

Damit Gedränge und Unruhe sowie die wachsende die Nervosität ungeduldiger Kunden nicht dazu führt, dass das pharmazeutische Personal das Beratungsgespräch unsachgemäß abkürzt, soll jetzt vorgebeugt werden: Mit dem Entwurf für ein Gesetz für Qualität zwischen Tresen und Schubladen (G-QUATSCH) müssen verschiedene Maßnahmen in der Offizin umgesetzt:

  1. Die Anzahl der Mitarbeiter und Kassenarbeitsplätze muss an das Kundenaufkommen angeglichen werden. Die entsprechenden Durchschnittswerte werden direkt aus dem Nacht- und Notdienstfonds abgesaugt, auf den sich Spahn vorausschauend den Zugriff gesichert hat.
  2. Ein Aufkleber im Schaufenster muss die maximale Anzahl an Kunden ausweisen, die gleichzeitig die Offizin betreten dürfen – wie man das heute aus Fahrstühlen kennt. Reicht das für ein Fernhalten der Wartenden nicht aus, muss der Inhaber entsprechend geschultes Personal am Eingang positionieren. Akutfälle genießen dabei die gleiche Bevorzugung wie Stammgäste im Club.
  3. Wer den Botendienst etabliert, verringert die Kundenfrequenz in der Offizin und kann bei Rx-Arzneimitteln die Hälfte des Kassenabschlags (abgerundet) sparen. Allerdings ist den Kassen ein notariell beglaubigtes Fahrtenbuch zu überlassen.

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