ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Die Ultimative-Apotheker-kann-alles-zahlen-Show

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Ob sich ein solches Modell in Wirklichkeit in Apotheken durchsetzen könnte – ich weiß es nicht. Vielleicht gäbe es doch nur Streit, wenn ausgerechnet die faule Teilzeit-PKA den Hauptpreis absahnt. Aber es würde sich schon lohnen, über Alternativen nachzudenken. Denn mit dem tatsächlichen Tarifabschluss sind weder Angestellte noch Inhaber so richtig glücklich, wie eine APOSCOPE-Umfrage zeigt.

Der Deal wirkt auch ein bisschen lieblos: Pauschal 3,0 Prozent mehr für alle, keine Strukturreform, keine kreativen Elemente – das klingt irgendwie nicht nach den „langen, zähen Verhandlungen“, die die Apothekengewerkschaft Adexa resümiert. Beim Arbeitgeberverband ADA ist man vermutlich in erster Linie froh, nicht mit Verdi verhandeln zu müssen. Zumindest eine latente Streikbereitschaft ist in der Belegschaft nämlich wahrnehmbar.

Es ist ja auch nicht so, als ob die Inhaber ihren heißgeliebten Angestellten nicht mehr Geld gönnen würden. Nur woher nehmen? Dass die Apotheker wirklich eine in ihrem Sinne positive Honorarreform erwarten dürfen, wenn Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in ein paar Wochen zum Apothekertag kommt, ist nur eine Hoffnung. Und bislang ist der Minister nur damit aufgefallen, unter dem Applaus des Phagro die Großhandelsrabatte kürzen zu wollen. Apotheker, die sich immer noch in dem „einen Boot“ wähnen, sollten schleunigst die Rettungsweste anlegen. Jeder kämpft für sich, ob beim Honorar oder beim Lagerwertverlust.

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