AOK-Retax: „Es handelt sich um einen Fehler auf unserer Seite“

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Berlin - Retax, Einspruch, Rolle rückwärts: Die AOK Hessen hat die Verordnung über ein PEG Verbandwechselset retaxiert – zu Unrecht. Dass es keinen Zusammenhang zwischen einem suprapubischen Katheter und Sondennahrung gab, hatte die Kasse erst nach mehreren Anläufen erkannt. „Es handelt sich um einen Fehler auf unserer Seite“, gesteht die AOK Hessen ein.

Bei der Abgabe von Verbandstoffen kommen immer mal wieder Fragen auf. Fehler können sich aber nicht nur bei der Abgabe in der Apotheke einschleichen, sondern auch auf Seiten der Kostenträger, wie unser Beispiel zeigt.

Einer Apotheke in Hessen flatterte eine Reatxation ins Haus. Verordnet war ein PEG Verbandwechselset unter Angabe der Diagnose: „suprap. Dauerkatheterträger“. Das Rezept wurde im November vergangenen Jahres entsprechend beliefert und im August 2020 von der Kasse beanstandet. Die Begründung ist wie folgt: „Vertrag über die Versorgung mit Sonden- und Trinknahrung; Versorgungspauschale.“ Es geht um 113 Euro und weitere Rezepte sollten folgen.

Der Apotheker legte Widerspruch ein. „Die Kürzung des PEG Verbandwechselsets auf die Versorgung Sondenpauschale ist unzulässig“, so der Apotheker, der zwar dem Gesamtvertrag der Kasse beigetreten ist, aber den Kunden weder mit Nahrung noch mit Hilfsmitteln in diesem Zusammenhang beliefert. Das übernehme ein Lieferant, wie sich im Nachhinein herausstellte.

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