20 Sekunden: Die Telefon-Vorgaben der DAK

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Berlin -

Die DAK kommt in der Versorgung ihrer Versicherten mit aufsaugenden Inkontinenzhilfen derzeit ohne Apotheken aus. Bei der Kasse bedauert man dies. Doch als unlängst ein Apotheker einen Vertrag abschließen wollte, hat er nach Lektüre des Anforderungskatalogs resigniert. Wie soll er der DAK beweisen, dass er nach spätestens viermal Klingeln ans Telefon geht?

Viele Apotheken haben sich aus dem Bereich der Inkontinenzversorgung schon gänzlich zurückgezogen, weil es viel Aufwand bedeutet und sich einfach nicht mehr lohnt. Die Kassen zahlen für die Versorgung eine monatliche Pauschale, mit der eine angemessene Versorgung kaum oder gar nicht dargestellt werden kann. Die Kunden müssen im Zweifel aufzahlen, um die benötigte Menge Hilfsmittel zu erhalten.

Vertragspartner der Kassen sind daher oft Firmen, die die Versicherten direkt beliefern. Die Versorgungsqualität hat sich dadurch nicht unbedingt verbessert. Das weiß man auch bei der DAK. Die Kunden, aber auch die Kasse selbst hätten in den vergangenen Jahren in diesem Versorgungsbereich „sehr viel Negatives erfahren“, heißt es in einem Schreiben der Kasse an Leistungserbringer.

Tatsächlich haben DAK-Versicherte beim Bundesversicherungsamt (BVA), der Aufsichtsbehörde der Kasse, viele sogenannte Eingaben getätigt, sich also über die Leistung ihrer Kasse beschwert. Es ging um Versorgungsprobleme und -engpässe, aber auch Beschwerden über die Qualität der gelieferten Produkte. Deshalb will die Kasse künftig sehr genau darauf achten, wen sie unter Vertrag nimmt und ob die Partner die Kriterien der Kasse erfüllen. Das werde man „sehr sensibel und allumfänglich prüfen“, kündigt die Kasse gegenüber potenziellen Lieferanten an.

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